Redaktion Spreezeitung / 15. März 2018


Brauchen wir einen Systemwechsel?

Revolution oder Evolution? Konsumwahn, Stress, Verdummung, Umweltzerstörung, Kriege, Ungerechtigkeit, Migration, Ausgrenzung, Vereinsamung – dies sind nur einige Aspekte unserer globalen Wirklichkeit. Autor Albert T. Lieberg fordert einen tiefgreifenden, vielleicht sogar radikalen Systemwechsel, um die Fehlentwicklungen und Missstände unserer Evolution auf Dauer überwinden zu können.

Drigend gesucht: ein zukunftsweisendes Gesellschaftsmodell.(Foto: halfpoint / Clipdealer.de)


Um die Fehlentwicklungen und Missstände unserer Evolution auf Dauer überwinden zu können, brauchen wir einen tiefgreifenden, vielleicht sogar radikalen Systemwechsel. Das in der aktuellen Publikation „Der Systemwechsel“ skizzierte Modell der „Gesamtgesellschaftlichen Modernen“ stellt sich dieser Herausforderung. Autor Albert T. Lieberg erarbeitet eine konkrete alternative Gesellschaftsoption. Er geht damit über die bekannte Materialismus- und Kapitalismuskritik hinaus, verliert sich nicht in der Betrachtung isolierter Reformansätze, sondern wagt ohne Tabus die Formulierung eines ganzheitlichen politischen Ansatzes.

Weite Teile der Weltbevölkerung sehnen sich nach Vorschlägen für fundamentale Veränderungen in unserer Gesellschaft. Dieses Buch möchte nicht nur einen konkreten Beitrag dazu leisten, sondern damit auch eine konstruktive Debatte einleiten, erläutert Lieberg in seiner aktuelle veröffentlichten Publikation „Der Systemwechsel“.

„Es ist unabdingbar, eine weltweite Gesellschafts- und Produktionsstruktur zu schaffen, welche die Bedürfnisse aller Mitglieder der Gesellschaft mit gleicher Priorität wahrnimmt und im Sinne der Erhaltung der natürlichen Ressourcen und einer sozialen und humanen Umwelt verwaltet.

Die Überwindung des heute allgemeingültigen Werteprinzips als Leitmotiv des wirtschaftlichen und soziale Lebens ist fundamental für eine globale Neuausrichtung der Gesellschaft und ihres Wertesystems.

Wichtig dabei ist die Abkehr vom Streben nach individuellem materiellen Reichtum und Sozialprestige als höchstes Lebensziel und die Hinwendung zu einer Solidaritäts- und Toleranzgesellschaft, bei der das Sozialprestige des Individuums sich primär durch seinen Einsatz für die Gesellschaftsentwicklung definiert – auch als Wettbewerb, jedoch aus sozialer und gesellschaftlicher Motivation heraus – und nicht durch individuelle monetäre Bereicherung, gesellschaftliche Stellung oder Machtakkumulation.“

so Lieberg.

Kommentar Jean Ziegler, Autor des Buches „Der schmale Grat der Hoffnung“ und Vizepräsident des Beratenden Ausschusses des Uno-Menschenrechtsrates:

„Albert T. Lieberg hat ein kluges, hochaktuelles Buch verfasst. Seine Analyse der neoliberalen Wahnidee und des Konsumterrors der Warengesellschaft ist bestechend. Es gibt keine Ohnmacht in der Demokratie. Lieberg zeigt den Weg zur dringend notwendigen Entmonetarisierung der gesellschaftlichen Verhältnisse und zur Befreiung des Identitätsbewusstseins im Menschen.“

*Dr. Albert T. Lieberg, geb. 1963 in Mailand, studierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Er promovierte im Bereich Internationale Entwicklungspolitik an der Universität München. Seit über 25 Jahren arbeitet er als Funktionär und Berater für die Vereinten Nationen, andere multilaterale Organisationen sowie als Regierungsberater mit Erfahrung in über 50 verschiedenen Ländern. Seine Arbeitsfelder beinhalten die Erarbeitung und Umsetzung von nationalen und regionalen Entwicklungsstrategien, wirtschaftlichen Investitionsvorhaben und sozialpolitischem Ausgleich. Lieberg entwickelt zudem Wiederaufbauprogramme und Maßnahmen zur Befriedung und Konfliktvermeidung, insbesondere in Krisengebieten. Zusätzlich ist er seit vielen Jahren weltweit in globalisierungskritischen Bewegungen zur Stärkung der Zivilgesellschaft und der sozialen Gerechtigkeit tätig.

Der Systemwechsel
Büchner Verlag
144 Seiten, 14,5 x 20,5 cm, Klappenbroschur
ISBN 978-3-96317-105-5
17,00 € (Print)
ISBN 978-3-96317-606-7
14,00 € (ePDF)

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