Redaktion Spreezeitung / 17. September 2019


Nullzinspolitik fördert Kauf von Immobilien

In Zeiten der Niedrigzinspolitik rückt der Traum vom Eigenheim für viele Interessenten in greifbare Nähe. Zinsangebote, die in den Negativbereich rutschen, verlocken zum schnellen Kauf. Wie sinnvoll ist dies? Einerseits zählt Wohneigentum zu den renditestarken Anlageformen. Andererseits gibt es beim Kauf vieles zu bedenken.

(Foto: Jesse Roberts / Unsplash)

Das außergewöhnlich niedrige Zinsniveau für Darlehen lockt zum schnellen Kauf

einer Immobilie. (Foto: Jesse Roberts / Unsplash)

Die Zahl der Kaufinteressenten für Immobilien steigt in Zeiten der Nullzinspolitik stark an. Eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen, ist allerdings durchaus ein zeitaufwändiger und komplexer Prozess. Wer Wohneigentum erwerben möchte, der sollte zunächst einmal sehr viel Zeit in die Recherche investieren, um auch tatsächlich ein passendes und lukratives Angebot zu finden.

Nullzinsphasen pushen das Kaufverhalten

Auch wenn die für ein Immobiliendarlehen besonders günstige Lage euphorisch wirkt, sollten künftige Immobilienbesitzer sich darüber hinaus zunächst gründlich mit den vielfältigen Anforderungen an den Eigentümer einer Immobilie auseinandersetzen. Der Kauf einer Immobilie ist mit Vorteilen, aber immer auch mit vielen Pflichten verbunden. Bevor ein Interessent diesen Schritt wagt, sollten die Vor- und Nachteile daher gründlich abgewogen werden.

Günstige Zinsphase nutzen

Für den Kauf einer Immobilie spricht die anhaltende Nullzinsphase, die mit großer Wahrscheinlichkeit auch mittel- und möglicherweise langfristig anhalten wird. Hypothekenzinsen liegen derzeit sehr niedrig. Wer also unter den derzeit günstigen Bedingungen einen Kredit aufnimmt, wird sehr schnell schuldenfrei sein.

Aktuell unterbieten sich Anbieter am Finanzmarkt schon mit Darlehen, die einen Niedrigzinssatz von unglaublichen 0,5 Prozent versprechen. Selbst Negativzinsdarlehen sind bereits im Gespräch. Da eine Immobilie unter solchen Bedingungen auch als Renditeobjekt nicht zu unterschätzen ist, greifen Interessenten gerade jetzt vermehrt zu. Zu Recht, denn wer vermietet, der kann mit einer attraktiven Rendite rechnen. So lässt sich schrittweise ein durchaus beachtliches Vermögen aufbauen.

Ein weiterer Grund, warum die Investition in eine Immobilie derzeit besonders lohnt, liegt im Schutz gegen die Inflation. Die Kaufkraft von Vermögen kann nämlich bereits bei einer geringen Inflation deutlich abnehmen. Im Vorteil ist derzeit, wer eine eigene Immobilie besitzt.

Für Senioren eine Altersvorsorge

Eine eigene Wohnung dient Senioren auch als Altersvorsorge. Fällt im Alter keine hohe Miete an, so bleibt deutlich mehr Geld für die Finanzierung des Lebensunterhalts übrig. Dies ist eine ganz wichtige Voraussetzung, um den Ruhestand entspannt genießen zu können. Immobilieneigentümer sind daher im Alter in der Regel finanziell besser aufgestellt, als jene, die über keinerlei Wohneigentum verfügen. Wer in jungen Jahren eine Wohnimmobilie für das Alter kauft, sollte allerdings finanziell einkalkulieren, dass nach Jahrzehnten oftmals Renovierungs- und Sanierungsarbeiten anfallen und diesen Aufwand schon jetzt in die Kalkulation mit einbeziehen.

Bundseweit unterschiedliches Preisgefüge

Das Preisgefüge für Immobilien zeigt sich allerdings bundesweit sehr unterschiedlich. Während in den großen Metropolen die Preise praktisch durch die Decke gehen, lässt sich in kleineren Städten oder auf dem Land durchaus eine bezahlbare und auf die Zeit gesehen renditestarke Immobilie finden. Ein besonders Augenmerk sollte etwa auf Standorte mittlerer Größe wie etwa Immobilien in Osnabrück gelegt werden. In solchen Städten ist Wohneigentum in der Anschaffung recht günstig. Auf diese Weise lässt sich zudem ein gutes Fundament für den späteren Ruhestand oder den Vermögensaufbau legen. Denn wer die eigene Immobilie nicht selbst nutzt, kann sie als verwenden und vermieten.
 

Verweise:

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