Ursula Pidun / 1. Mai 2007


Die „Drei-Drittel-Gesellschaft“

Lässt sich eine Gesellschaft dritteln? Ja, erklärte die Friedrich-Ebert-Stiftung bereits im Jahr 2006. Die Journalistin Ursula Pidun wagt ein Paradigma der Sozialstrukturanalyse.

Foto: SPREEZEITUNG.de)

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Alles in allem zeigt sich das Bild einer Drei-Drittel-Gesellschaft

Zu dieser Erkenntnis kam die Friedrich-Ebert-Stiftung bereits Ende 2006 nach einem Vorabbericht zu einer Studie „Gesellschaft im Reformprozess„.

Die Journalistin Ursula Pidun wagt ein Paradigma der Sozialstrukturanalyse:

„Wenn ein Mensch nun zu zwei Dritteln zum dritten Drittel gehört und zu einem Drittel zum ersten Drittel, ist er ein zu zwei Dritteln prekär Abgehängter mit einer Eindrittel-Tendenz zur Oberschicht.

Falls er aber zu einem Drittel dem dritten Drittel und zu zwei Dritteln dem zweiten Drittel zu zuordnen ist, dann haben wir es mit einem Zweidrittel-Gutmensch mit Eindrittel-Neigung zum abgehängten Prekarier zu tun.

Sollte der Bürger jedoch zu Zweidritteln dem makellosen ersten Drittel und zu einem Drittel dem abgehängten dritten Drittel angehören, zählt er zur Vulgär-Elite.

Und selbst dann, wenn es Zeitgenossen gibt, die sich eindeutig dreidrittelig einem Drittel des gedrittelten Ganzen zuweisen lassen, steht fest, dass sie am Ende immer ein Ganzes sind.“