Redaktion Spreezeitung / 12. April 2019


Ruf nach bedingungslosem Grundeinkommen ist nicht zu überhören

Der neueste Wochenbericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) weist bei aller anzubringenden Kritik und gebotenen Vorsicht wegen des dahinterliegenden empirischen Ansatzes dennoch drei Aufmerksamkeit einfordernde Feststellungen auf, erklärt das Netzwerk Grundeinkommen.

(Foto:  bartusp(bartusp/Clipdealer.de)

Das bedingungslose Grundeinkommen wird sich früher oder später durchsetzen.

(Foto: bartusp(bartusp/Clipdealer.de)

Es handelt sich um folgende Feststellungen:

Zum einen ist der Bevölkerungsanteil in Deutschland, der einem Grundeinkommen positiv gegenübersteht, stabil. Der Ruf nach einem Grundeinkommen ist nicht zu überhören: Die Hälfte befürwortet ein Grundeinkommen – und das trotz des massiven medialen Gegenfeuers durch Spitzenvertreter der Verbände der sogenannten Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Zum anderen favorisieren gerade jüngere Generationen mit höheren Bildungsabschlüssen Alternativen zum bestehenden Sozialsystem.

Fluktuation recht hoch

Des Weiteren ist die Fluktuation zwischen den Befürwortenden und Ablehnenden mit jeweils 15 Prozent recht hoch. Das heißt, dass die Bewertung des Grundeinkommens bzw. bestimmter Grundeinkommensansätze im Fluss ist.

Erfolg langjähriger Bemühungen

Das Netzwerk Grundeinkommen wertet die jüngsten Befragungsergebnisse des DIW als Erfolg seiner langjährigen Bemühung, das Grundeinkommen breiten Schichten bekannt zu machen, fordert aber darüber hinaus, künftige Untersuchungen konkreter zu fassen und die Befindlichkeit vorhandenen Grundeinkommenskonzepten gegenüber abzufragen.

Verweise:

Wochenbericht 15/2019 des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung

Beitrag des Netzwerkrats Ronald Blaschke zur Untersuchung des DIW

 

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