Ursula Pidun / 9. April 2019


Künstliche Intelligenz – Die Geister, die wir riefen

Wie wird unser Leben in wenigen Jahrzehnten aussehen? Werden uns Superintelligenzen beherrschen, manipulieren und kontrollieren? Der erfahrene Journalist Dr. Jürgen Bruhn beschreibt den bereits heute maßgeblichen Einfluss künstlicher Intelligenz auf Wirtschaft und Gesellschaft und auf das zukünftige Arbeitsleben.

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Über Risiken und Nebenwirkungen künstlicher Intelligenz.

(Foto: wavebreakmediamicro/Clipdealr.de)

Aktuell macht ein Buch mit dem Titel „KI – Schlägt die Maschine den Menschen“ von Jürgen Bruhn auf eines der aktuellsten Themen unserer Zeit aufmerksam. Es widmet sich mit hoher Kompetenz und Expertise dem Thema Künstliche Intelligenz.

Insiderwissen und schonungslose Bilanz

Mit First-Hand-Insiderwissen stellt Bruhn die Überzeugung vieler KI-Experten, insbesondere bei Google und Facebook, dar: Um 2030 wird die Künstliche Intelligenz mit der menschlich-biologischen Intelligenz gleichziehen und diese um 2050 überflügeln. Diese Annahme konfrontiert Bruhn mit Kritiken wesentlicher KI- und Kognitionswissenschaftler wie Noam Chomsky, Jaron Lanier und Douglas Hofstadter.

Bruhn fordert, dass Künstliche Intelligenz vom Staat und der Zivilgesellschaft reguliert werden muss, um nicht zum Feind des Menschen zu werden.

Wie weit soll eigentlich die Beeinflussung unseres Lebens durch Algorithmen noch gehen, wenn selbst die Mathematiker der Internetkonzerne, die Schöpfer der Algorithmen, nicht genau wissen, wie ihre – von einem gewissen Punkt an – selbst lernenden Systeme funktionieren?

fragt Bruhn und befasst sich in knapp 160 Seiten mit dem Silicon Valley und der digitalen Revolution. Und er geht der Frage nach, ob es sich bei künstlicher Intelligenz um den Versuch handelt, Unsterblichkeit zu erlangen und das Universum zu besiedeln. Solche Thesen, die sich wie unglaubliche Szenarien anhören, werden sachlich und faktisch untermauert und es wird der Frage nachgegangen, ob es sich hierbei um Wissenschaft oder doch eher Science Fiction handelt?

Was bleibt noch vom Menschen?

Die Geister, die wir riefen resümiert Bruhn schließlich und stellt die provokante Frage: Was bleibt noch vom Menschen? Jürgen Bruhn ist ehemaliger Spiegel-Journalist und promovierter Politikwissenschaftler. Durch seine langjährige Tätigkeit als Professor an der California State University hat der Experte die digitale Revolution im Silicon Valley hautnah miterlebt. Für die Recherchen zu diesem Buch reiste er erneut dorthin und konnte so Informationen aus erster Hand einfließen lassen. Eine empfehlenswerte Lektüre für alle, die mehr von der Zukunft erfahren wollen, die längst Realität geworden ist. Erschienen im Tectum Verlag.

 
 

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