Redaktion Spreezeitung / 31. Dezember 2018


Die Bundesrepublik von 1948-1960

Deutschland in den 1950ern: Ende der 1940er Jahre kehrte die Bundesrepublik dem dunklen Kapitel des Zweiten Weltkriegs den Rücken zu. Die Ärmel wurden hochgekrempelt für eine strahlende Zukunft. Grundstein für den eindrucksvollen Erfolg war die westdeutsche Währungsreform im Jahr 1948. Eine spannende und interessante, reich bebilderte Publikation der Autorinnen Andrea Mayer und Martha Wilhelm.

Die Einführung der D-Mark im Westen, Vollbeschäftigung, „Made in Germany“, Reiselust, Fresswelle und Jugendrebellion – die bunte Ära der 1950er Jahre ist heute legendär. In diesem Buch wird die Epoche, als eine Nation sich neu erfand, auf einzigartige Weise erlebbar – in Text und Bildern.

Das Wirtschaftswunder

(Cover: Elsengold Verlag)

Der Erfolg der westdeutschen Währungsreform 1948 bildet den Grundstein des Vertrauens der Bevölkerung in die Entwicklung ihres Landes. Ein erstes Wunder: Von einem Tag auf den anderen sind die Warenauslagen voll, man kann mit Geld wieder sein Überleben sichern. Die Zeit des Schwarzmarkts ist vorbei – jetzt lohnt es wieder, arbeiten zu gehen und Geld zu verdienen. Das wirtschaftliche Fundament für das Wachstum in de Westzonen ist gelegt.
 
Hinter diesem Wunder steht jedoch – nicht zum letzten Mal – Kalkül: Ludwig Erhard, zu diesem Zeitpunkt Direktor der Verwaltung für Wirtschaft in den westlichen Besatzungszonen, gibt am Abend vor der Währungsreform über den Rundfunk bekannt, dass die Preisbindung für die meisten Waren aufgehoben wird.

Eine empfehlenswerte Publikation für alle, die sich für die Geschichte des damaligen Wirtschaftswunders und deren Hintergründe tiefergehend interessieren. Einmal mehr brilliert das Buch, das im August 2018 im Elsengold Verlag erscheinen ist, mit außergewöhnlichen historischen Bildern und einer exzellenten Aufmachung und Buchqualität.