Marlen Albertini / 23. September 2016 / 5 Kommentare


PKW-Finanzierung im Vergleich: So lohnt der Autokauf

Kommt der private PKW oder das Firmenfahrzeug in die Jahre und lohnt eine fachgerechte Reparatur nicht mehr, stehen Fragen zu einem Neukauf im Raum. Neben der Wahl des künftigen Modells hat die Finanzierung Priorität. Mit einem Autokredit lässt sich die Anschaffung schnell realisieren. Ein Anbietervergleich lohnt und realisiert bessere Konditionen.

Vergleichsportale für Autokredite leisten effiziente Hilfestellung.

Vergleichsportale bieten Hilfestellung bei der Wahl der Autofinanzierung. (Foto: goodluz / Clipdealer.de)

Finanzdienstleister übertreffen sich derzeit mit Angeboten für die PKW-Finanzierung. Angesichts einer solchen Flut haben Verbraucher buchstäblich die Qual der Wahl. Welche Bank bietet besonders günstige Konditionen bei vergleichsweise hohen Serviceleistungen und welches Kreditmodell passt perfekt zu den Vorstellungen des Verbrauchers? „Der Vergleich mit den Konditionen auf dem freien Markt ist für Käufer kaum darstellbar“, erläuterte der Inhaber der FMH Finanzberatung Max Herbst bereits 2013 in einem Beitrag im Handelsblatt. Bis heute hat sich daran praktisch nichts geändert.

PKW-Finanzierung effizient prüfen

Um den für Laien unüberschaubaren Markt zu durchforsten, bietet sich die Nutzung eines seriösen Portals zur PKW-Finanzierung im Vergleich an. Der Vorteil: Nach Eingabe von nur wenigen Daten erhalten Interessenten eine Auflistung jener Anbieter, die den gewünschten Kriterien des Kaufinteressenten besonders nahe kommen.

Ein unverzichtbarer Dienst also in Zeiten des Überangebots günstiger Gelder zur Finanzierung des Konsumentenbedarfs. Immerhin finden bei der Nutzung eines solchen Vergleichsportals auch Darlehensformen wie etwa Ratenkredit, Leasing oder Ballon-Kredit Berücksichtigung.

Komfortable Finanzierungsvergleiche im Web. (Foto: Clipdealer.de)

Komfortable Finanzierungsvergleiche im Web. (Foto: nyul / Clipdealer.de)

Daneben bietet sich die sogenannte Drei-Wege-Finanzierung an. Sie erfreut sich aufgrund der hohen Flexibilität besonderer Beliebtheit. Konkret handelt es sich dabei um eine Mischform aus Kredit, Kauf und Leasing.

Die Höhe der Zinsen steht in Abhängigkeit zur benötigten Kreditsumme, dem zur Verfügung stehenden Einkommen, einer guten Bonität sowie den vorhandenen Sicherheiten und Rücklagen. Zur Ermittlung des bestmöglichen und maßgeschneiderten Angebots sind zudem folgende Angaben der Banken von Relevanz:

  • Anzahl der Raten
  • Höhe der Raten
  • Laufzeit
  • Effektivzins
  • Höhe der Zinsen

[su_service title=“Hinweis:“ icon=“icon: share“ icon_color=“#154465″]Die Laufzeit der Abzahlung sollte generell nicht die Restwertdauer oder die beabsichtigte Nutzungszeit des PKWs überschreiten![/su_service]

Gute Voraussetzungen für ein gelungenes Kauferlebnis

Eine besondere Bedeutung hat der Effektivzins. Hier werden alle Zusatzgebühren abgebildet. Daher setzt er sich aus Sollzins plus Kosten wie etwa Gebühren zusammen. Ein Kreditvergleich für das Auto bietet allerdings nur dann ein unverzerrtes Resultat, wenn die jeweiligen Laufzeiten und Darlehenssummen bei allen eingeholten Angeboten gleich hoch sind.

Übrigens: Nicht immer ist die Hausbank der Favorit Nr. 1. Online-Banken laufen den Angeboten der Finanzdienstleister durchaus den Rang ab. Die Gründe sind naheliegend, denn die virtuellen Anbieter sparen Kosten für Miete und Personal. Darüber hinaus gibt es Finanzinstitute, die auf Autokredite geradezu spezialisiert sind und diesbezüglich über ein hohes Maß an Erfahrung verfügen. „Wenn der Kunde einen Rabatt aushandelt, der höher als diese Zinsersparnis ist, macht er bei der Hausbank einen besseren Schnitt“, darauf weist Experte Herbst explizit hin. Der gründliche Vergleich lohnt also, damit die Anschaffung eines neuen PKWs zu einem rundum gelungenen Kauferlebnis wird.
 

Rücktritt vom Autokredit in speziellen Fällen möglich:

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5 Kommentare zu "PKW-Finanzierung im Vergleich: So lohnt der Autokauf"

  1. Maik 24. September 2016 at 09:34

    Wir hatten genau das Szenario vor einem Jahr, als wir auch unseren Alten abgegeben und einen neuen finanzieren wollten. Wir hatten eigentlich fest damit gerechnet, ganz gute Konditionen vom damaligen Anbieter bzw. Autohaus zu bekommen, weil ich einfach davon ausging, dass ein Händler, der uns schon mal ein Auto verkauft hat, beim zweiten Auto durchaus etwas Rabatt oder etwas mehr Rabatt geben kann. Tja, weit gefehlt scheinbar. Wir wurden behandelt wie jeder andere auch, was ich dann schon leicht ärgerlich fand, weil die Angebote von Händlern ja wirklich nicht unbedingt die Besten sind. Wir also zwar eine Beratung gemacht, aber ihn dann erst mal sitzen lassen und online geschaut. 🙂 Später hat er noch ein paar Mal angerufen und war scheinbar nicht mehr so begeistert, dass wir online wirklich bessere Angebote gefunden haben und dann auch zugeschlagen haben. War genauso super und seriös, man muss nur schauen, was und wo man es macht, dann ist das teilweise deutlich (!) besser als beim klassischen Händler vor Ort. Aber kommt halt immer drauf an, bei uns konnten wir ein paar tausend Euro sparen, das war’s mir Wert und investiert hab ich vielleicht 2 Stunden für die Recherche.

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  2. Kassi 26. September 2016 at 15:51

    Ich hab in der Vergangenheit 1x einen Autoverkauf privat abgewickelt und war mehr oder weniger zufrieden. Das „weniger“ stammt von den meiner Meinung nach nicht so guten Konditionen, die ich als Privatverkäufer natürlich schlussendlich hinnehmen muss. Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? Ich hatte auch damals in dem Fall überlegt, zum Händler zu gehen, den dort zu verkaufen und dann auf ein gutes Angebot zu hoffen, hab es aber nicht gemacht. Heute bin ich etwas schlauer, weil mein 2. Wagen dann über einen Händler abgegeben und der 3. Wagen gleich neu finanziert wurde – ich bin nicht unglücklich und denke, dass ich auf meine alte Art wohl kaum bessere Konditionen hätte kriegen können.

    Auch hier noch mal die offene Frage … wie war das bei euch? Klar, man reflektiert auch im Nachhinein noch und will natürlich wissen, ob man noch mehr hätte sparen können oder ob das schon ausgereizt war. Zumal ich den Händler selbst auch online gefunden hab, nachdem ich mich da entsprechend schlau gemacht hab, statt zum erstbesten Anbieter zu gehen. Kann ich jedem nur raten!

    @Maik: Man kann meiner Meinung nach beides verbinden – sowohl online schauen als auch dann vor Ort besuchen. Geht zumindest, wenn man vorher online das Passende gefunden und dann entsprechend Angebote bekommen hat.

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  3. J. Albrecht - HH 27. September 2016 at 06:30

    Ich war hinsichtlich der Vergleichsportale generell skeptisch, da ich einen Testbericht gelesen habe.Da war von Manipulationen die Rede. Am Ende habe ich es doch ausprobiert. Das Ergebnis: Ein sehr annehmbares Angebot mit deutlich besseren Konditionen, als bei meiern Hausbank. Hat sich bei mir also gelohnt.

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  4. Micha 12. Oktober 2016 at 15:02

    @ J. Albrecht: Ich kann dich gut verstehen, ich bin auch so ein klassischer Skeptiker, der schon von viel Murks gelesen hat, sich aber dennoch eine eigene Meinung bildet und Dingen eine Chance gibt. Klar, Manipulation und schwarze Schafe gibt es immer mal, aber ganz ehrlich … man geht ja auch zu anderen Unternehmen und geht vom Besten aus (Stichwort Abgas-Skandal) … und da hat vorher niemand was Negatives gesagt und trotzdem passiert es.

    Daher denke ich, dass man offen durch das Leben gehen sollte und auch Dingen eine Chance geben sollte, von denen man mal was Schlechtes gehört hat. Ich denke da nur immer an die lieben Rezensionen, die man überall liest. Warum sollte jemand, der zufrieden ist, ins Internet gehen und darüber palawern, wie toll doch etwas ist? Hat er ja gar keine Motivation zu … er hat aber viel Motivation, wenn irgendwas schief lief – also ist das Netz voll von negativen Grummlern, weil das Positive da draußen stattfindet bzw. gar nicht genannt wird. Ich bin daher sehr offen, was so was angeht und vergleiche definitiv Preise, bis ich ein gutes Angbeot hab … und das führt nun mal in den allermeisten Fällen ins Internet. 🙂 Auch beim Autokauf!

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  5. Salim 29. November 2016 at 15:34

    Wir stehen jetzt relativ kurz vor einem neuen Kauf, wissen aber noch nicht so recht, ob wir dieses Mal finanzieren oder leasen. Wir hatten jetzt drei Jahre einen BMW und übernehmen ihn nicht (war ne Ballonfinanzierung). Dieses Mal soll’s ein Volvo werden, aber dann auch „final“, sprich 7-8 Jahre wollen wir ihn dann schon behalten und nicht immer alle drei Jahre tauschen. Was lohnt sich da am ehesten?

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