Redaktion Spreezeitung / 20. Januar 2016 / Keine Kommentare


Fredy Hirsch und die Kinder des Holocaust

Fredy Hirsch und die Kinder des Holocoust rollt eine zu Unrecht vergessene Heldengeschichte auf. Denn dank eines Außenseiters haben mehrere hundert Kinder den Holocoust überlebt. Es ist eine Geschichte von Mut und Verantwortung im Angesicht des Todes. Es ist die Geschichte eines vergessenen Helden aus Deutschland. Unsere Buchempfehlung!

Alfred (Fredy) Hirsch, 1916 als Sohn eines Lebensmittelgroßhändlers in Aachen geboren, ist Jude und homosexuell. Nach dem Machtantritt Hitlers 1933 beginnen die Schwierigkeiten und der Kampf um das Überleben. Denn niemand ist gefährdeter als er. Hirsch flieht nach Prag, schließt sich der zionistischen Jugendbewegung an, wird bald zu einer zentralen Figur für die jüdischen Kinder, organisiert für sie große Sportfeste.

Cover: Orell Füssli Verlag

Cover: Orell Füssli Verlag

Als die Deutschen in Prag einmarschieren und jüdische Kinder keine Parks, Freizeitstätten und Sportanlagen mehr besuchen dürfen, hilft Fredy Hirsch, so viele Kinder wie möglich außer Landes zu bringen oder nach Palästina auswandern zu lassen. Er selbst schafft es jedoch nicht mehr, Tschechien noch zu verlassen.

Nunmehr kümmert er sich umso mehr um diejenigen, die, wie er selbst, zurückbleiben mussten: zunächst im KZ Theresienstadt, wo er sich als Funktionär um Unterbringung sowie um das psychische und physische Wohl der jüngsten Häftlinge kümmert, später in Auschwitz-Birkenau.

Bis zu dem Tag, an dem fest steht, dass „seine“ Kinder in den Gaskammern sterben werden. Als er aufgefordert wird, einen Aufstand verzweifelten KZ-Insassen anzuführen, ist ihm bewusst, dass er selbst als einziger am Leben bleiben könnte.

„Dass seine Biografie doch noch Gehör findet, liegt neben Kämper auch an den Kindern, die die Zeit im KZ überlebt haben. Diese haben im Erwachsenenalter ihre Erinnerungen als Zeitzeugen zusammengetragen, so dass die Taten Fredy Hirschs nicht vergessen werden.“ (Aachener Zeitung).

Der Autor

Dirk Kämper, geboren 1963, studierte Architekturgeschichte, Germanistik und Geschichte. Er ist Journalist und Drehbuchautor für ARD und ZDF und wechselt zwischen den Bereichen Wissenschaft, Geschichte und Krimi (Tatort, Polizeiruf 110 u. v. a. m.) immer wieder das Genre. Er lebt mit Frau und Tochter in der Eifel an der belgischen Grenze.

 
Geschichte von Fredy Hirsch (Trailer)

Header-Foto: SC / YouTube.com
Video: YouTube.com

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