BERLIN Empfehlung / 11. Dezember 2014 / Keine Kommentare


Mario Adorf liest: „Schauen Sie mal böse!“

Die Überraschung ist perfekt. Mario Adorf, der wohl bekannteste und beliebteste deutsche Schauspieler und Entertainer, kehrt zurück auf die Bühne. Mit "Schauen Sie mal böse!" entführt Mario Adorf die Zuschauer in die Welt des Films und des Theaters und liest und erzählt die schönsten Geschichten aus seinem Schauspielerleben.

Nach dem schnellen Ausverkauf der ersten Vorstellung Anfang Dezember im Berliner Renaissance-Theater wurden aufgrund der großen Nachfrage nunmehr zwei zusätzliche Abende am 21. und 22. Februar 2015 angesetzt. Mit nahezu 200 Film- und Fernsehrollen hat sich Mario Adorf in die Herzen des Publikums gespielt.

Fotorechte: Mario Adorf

Fotorechte: www.marioadorf.com

Mario Adorfs Lesungen sind stets absolute Highlights, denn er erzählt nicht nur mit viel Humor, sondern erweckt die Personen zum Leben, über die er spricht. Anekdoten mit Kollegen wie Heinz Rühmann, Fritz Kortner. Hans Albers und vielen mehr werden von ihm so realistisch in Szene gesetzt, dass man glaubt, die Legenden selbst wären auf der Bühne präsent.

Ein glänzender Entertainer

Doch Adorf ist nicht nur ein Ausnahme-Darsteller sondern ein glänzender Entertainer und erfolgreicher Autor. Noch als Student an der renommierten Münchner Otto-Falckenberg-Schule entdeckte ihn der deutsche Film für die Landser-Trilogie „08/15“.

Kurz danach folgte bereits seine erste Glanzrolle „Nachts, wenn der Teufel kam“. Kein geringerer als der US-Regisseur Robert Siodmak drehte diesen zeitkritischen Spielfilm 1957 in Deutschland. Die Rolle brachte Adorf den Bundesfilmpreis, die erste von zahllosen Auszeichnungen seiner einzigartigen Karriere.

„Der Regenmacher“ und „Endstation Sehnsucht“

Auf der Bühne stellte er immer wieder sein vielfältiges Talent unter Beweis. Als Jimmy in Richard Nashs „Der Regenmacher“, Stanley in Tennessee Williams Drama „Endstation Sehnsucht“ bis hin zu „Othello“ von William Shakespeare. Die Liste der Regisseure, mit denen er filmte, liest sich wie ein „Best of“ des Weltkinos. Der Kosmopolit erwies sich als exzellenter Verwandlungskünstler, der sich stets durch ein hohes Maß an Seriosität und Zuverlässigkeit auszeichnet.

Es waren außergewöhnliche Filme und Figuren, denen Adorf sein Engagement widmete. Seine überragenden Auftritte in Volker Schlöndorffs „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ nach Heinrich Böll und „Die Blechtrommel“ nach Günther Grass oder in Fassbinders „Lola“, um nur einige zu nennen, bereicherten den gesamten deutschen Film. Unvergessen ist er auch als „Rossini“ in Helmut Dietl´s gleichnamigen Münchner Gesellschaftsportrait aus dem Jahre 1997.

Schauspieler, Chansonnier und Entertainer

Ebenso sorgfältig wählte er seine Rollen fürs Fernsehen aus, von Brechts „Herr Puntilla und sein Knecht Matti“ 1966, über „Via Mala“, „Kir Royal“, „Allein gegen die Mafia“, „Der große Bellheim“, „Der Schattenmann“ bis hin zu „Die Affäre Semmeling“. Stets hatte er sich das Beste zum Ziel gesetzt. Vielleicht eines seiner Erfolgsgeheimnisse. Adorf im Film, im Fernsehen – und auf der Bühne. Doch nicht nur als Schauspieler hat er Furore gemacht. Als Chansonnier und Entertainer überzeugte er 1995 und 2001 mit seinen bundesweit ausverkauften Tourneen „Al Dente“ und „Ciao!“ Publikum und Kritiker gleichermaßen.
 
Mario Adorf, ein glänzender Entertainer:

Fotos:www.marioadorf.com



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