Verbraucher-Tipps / 29. April 2018


Panische Angst vor dem Zahnarzt lässt sich überwinden

Dreiviertel aller Menschen haben Angst vor dem Zahnarzt. Neben der Furcht vor Schmerzen fühlen sich viele Patienten auf dem Zahnarztstuhl völlig ausgeliefert. Nicht zu wissen, was passiert und das unangenehme Geräusch des Zahnbohrers verstärken die Panik. Geeignete Strategien schaffen Abhilfe und Angstfreiheit.

Zahnärzte stellen sich auf Angstpatienten ein. (Foto: danr13 / Clipealer.de)

Laut einer Studie fürchten sich drei von vier Patienten vor einer Zahnbehandlung. Bei jedem Zwanzigsten ist die Panik so groß, dass der dringend notwendige Zahnarztbesuch immer weiter verschoben wird. Doch irgendwann sind die Beschwerden so gravierend, dass eine Behandlung unumgänglich wird. Was lässt sich tun?

Strategien gegen die Angst

Eine Vielzahl von Zahnärzten und speziell auch Zahnarztpraxen in Berlin und Umgebung – haben sich inzwischen auf sogenannte Angstpatienten eingestellt. Die Möglichkeiten, Patienten weitgehend von der Angst zu befreien, sind vielfältig. Dies beginnt bereits damit, dass vor der Behandlung eine ausführliche Aufklärung über die genauen Abläufe der Behandlung erfolgt. Großen Einfluss hat auch die Atmosphäre in der Praxis. In freundlich gestalteten Praxisräumen und mit Unterstützung durch ein empathisches und sympathisch wirkendes Praxisteam lässt sich so manche Angstbarriere durchbrechen.

Reichen diese Bedingungen nicht aus, können Maßnahmen wie etwa beruhigende Musikuntermalung oder Filmvorführungen während der Behandlung, autogenes Training oder auch anderweitige gezielte Entspannungstechniken den gewünschten Erfolg erzielen. Sind all diese Maßnahmen nicht ausreichend, um Panik zu lindern bzw. zu beseitigen, kann Hypnose zum Mittel der Wahl werden. Hierzu ist es allerdings erforderlich, dass der Zahnarzt über eine spezielle Zusatzausbildung als Psychotherapeut verfügt.

Für Zahngesundheit und ein strahlendes Lächeln

Lässt sich die Furcht vor einer dringend notwendigen Zahnbehandlung auch mit diesen Ablenkungsmaßnahmen nicht lindern, bietet sich eine Behandlung im Dämmerschlaf an. Hierzu kommen moderne Narkosetechniken zur Anwendung wie etwa die intravenöse Gabe von Betäubungs- bzw. Beruhigungsmitteln. Sie bieten einen angstfreien und entspannten Schlaf während der Zahnbehandlung.

Als letzte Option und bei besonders großen Eingriffen kann eine Vollnarkose zur Lösung des Angstproblems beitragen. Hier wird ein speziell ausgebildeter Anästhesist hinzugezogen, der auch während er Behandlung durch den Zahnarzt präsent ist. Eine Vollnarkose ist stets auch mit Risiken verbunden. Es empfiehlt sich daher, eine solche Lösung erst dann in Betracht zu ziehen, wenn alle anderen Maßnahmen die Angst nicht nehmen konnten.

Für welche Maßnahme sich Angstpatienten auch entscheiden: Für die persönliche Zahngesundheit und ein strahlendes Lächeln sollte kein Weg zu mühsam sein, um Ängste zu überwinden. Spätestens dann, wenn das Ergebnis sichtbar wird und sich Zahnarztpatienten endlich wieder wohlfühlen, steht fest: „Es ist keine Schande Ängste zu haben, aber eine Schande nichts dagegen zu tun.“