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Debatte

Weltweite Kampagne gegen Verletzung der Menschenrechte

Amnesty Berlin-Brandenburg eröffnet am 4. Dezember den „Aktionsraum für Menschenrechte“. Bis zum 15. Dezember gibt es dort Filme, Vorträge, Lesungen und Diskussionen. Eine Ausstellung zeigt Bilder von Flüchtlingen in Berlin-Moabit. So gestaltet sich das Rahmenprogramm für den Briefmarathon 2015 in Berlin.

Redaktion Spreezeitung

Geflüchtete an der griechisch-mazedonischen Grenze. (Foto: Amnesty International)
Geflüchtete an der griechisch-mazedonischen Grenze. (Foto: Amnesty International)

In mehr als 100 Ländern werden Amnesty-Aktivisten Menschen bitten, Briefe, Mails, Faxe und SMS für Opfer von Menschenrechtsverletzungen zu verschicken. Amnesty International mobilisiert jedes Jahr zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember für den Briefmarathon. Im letzten Jahr haben Menschen in aller Welt drei Millionen Briefe und sonstige Nachrichten für Opfer von Menschenrechtsverletzungen versandt.

Kampf gegen Verletzung der Menschenrechte

Ein Erfolg des Briefmarathons 2014 war die Befreiung von Moses Akatugba. Die nigerianische Justiz klagte ihn an, weil er als 16-Jähriger Handys gestohlen haben soll. Nach einem Geständnis unter Folter verurteilte sie Moses Akatugba zum Tod. Die weltweite Solidarität mündete in seiner Begnadigung.

"Ein einzelner Brief kann ungelesen weggelegt werden. Doch die Regierungen können schwerlich Tausende von Briefen und sonstige Nachrichten ignorieren, die auf die Einhaltung der Menschenrechte pochen",

sagt Florian Oswald, Sprecher von Amnesty Berlin-Brandenburg.

Die Appelle richten sich an Regierungen, die Menschenrechte verletzen. Amnesty International Deutschland setzt sich in diesem Jahr zum Beispiel für Waleed Abu Al-Khair ein. Er ist Rechtsanwalt des Bloggers Raif Badawi, den die saudi-arabische Justiz zu zehn Jahren Haft und 1000 Stockschlägen verurteilt hat. Waleed Abu Al-Khair soll 15 Jahre im Gefängnis sitzen, unter anderem weil er die Menschenrechtsorganisation Monitor of Human Rights in Saudi Arabia gegründet hat.

Zu den zwölf Fällen des Amnesty-Briefmarathons 2015 zählt auch Yecenia Armenta. Sie musste in Mexiko unter Folter gestehen, ihren Mann ermordet zu haben. Ein weiterer Fall ist Albert Woodfox in den USA. Er war Mitglied der Black Panther Party. Seit 43 Jahren sitzt er wegen Mordes in Einzelhaft, obwohl das Urteil gegen ihn mehrfach aufgehoben wurde und ein Richter im Juni 2015 seine Freilassung angeordnet hat.

Aktionsraum für Menschenrechte

Amnesty eröffnet zudem den „Aktionsraum für Menschenrechte“ und die Ausstellung „Flüchtlinge zeichnen ihr Leben. Bilder aus Berlin-Moabit“ am 4. Dezember um 19 Uhr. Teilnehmen werden u. a. Amnesty-Generalsekretärin Çalışkan und die Gründer des Comic-Workshops für Flüchtlinge, die US-Karikaturistin Ali Fitzgerald und Matthias Hamann von der Berliner Stadtmission. Unter den prominenten Gästen, die sich hier angesagt haben, ist auch der Grafiker Klaus Staeck.

Zu den Höhepunkten im „Aktionsraum für Menschenrechte“ zählt die „Lesung für Raif Badawi“ aus dessen Buch "1000 Peitschenhiebe – weil ich sage, was ich denke" am 10. Dezember 2015 um 19 Uhr. Zu dieser Veranstaltung hat sich unter anderem Klaus Staeck angesagt, der ehemalige Präsident der Akademie der Künste.

Ort: Berlin-Mitte, Brunnenstraße 188–190
Zeitraum: 04.12.2015 bis 15.12.2015

Auszug Ausstellung "Flüchtlinge zeichnen ihr Leben. Bilder aus Berlin-Moabit":

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von  Amnesty International).
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Amnesty International.
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von  Amnesty International)
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Amnesty International.
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von  Amnesty International)
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Amnesty International.

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