NICHTWÄHLER, bitte melden!
Die Zahl der Nichtwähler nimmt weiter zu. Eine Forsa-Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung offenbart ganz unterschiedliche Gründe, warum viele Bürger nicht mehr den Weg zur Wahl-Urne finden. Wir sind interessiert an Ihren Hintergründen, warum gerade Sie Nichtwähler sind. Schreiben Sie uns!

Die Zahl der Nichtwähler nimmt weiter zu. Eine aktuelle Forsa-Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung offenbart ganz unterschiedliche Gründe, warum viele Bürger den Weg zur Wahl-Urne nicht finden. Falls Sie zu der Gruppe der Nichtwähler zählen, sind wir interessiert an Ihren Gründen. Schreiben Sie uns! Wir veröffentlichen Ihre Ausführungen im Sinne eines redaktionellen Beitrags. (siehe weiter unten).
Laut einer aktuellen Studie des Forschungsinstitut Forsa, die von der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Auftrag gegeben wurde, steigt die Zahl der Nichtwähler. Aktuell wurden 3501 Wahlberechtigte befragt, die sich selbst als Nichtwähler einordnen. Die Ebert-Stiftung kam nach Auswertung der Studie zwar zu dem Ergebnis, dass Nichtwähler überwiegend “aus unteren sozialen Schichten“ stammen. Doch es gibt eine Reihe ganz anderer Gründe, warum Wähler ihre Stimme verweigern.
Geringste Wahlbeteiligung seit 1949
Bereits bei der Bundestagswahl 2009 zeichnete sich eine katastrophale Wahlbeteiligung ab. Nur 70,8 Prozent aller Wahlberechtigten fanden damals noch den Weg zur Wahlurne. Dabei handelte es sich um die geringste Wahlbeteiligung seit 1949. Bei der kommenden Bundestagswahl werden ähnlich betrübliche Ergebnisse erwartet. Immerhin spricht die Friedrich-Ebert-Stiftung von einem kontinuierlichen Vertrauensschwund hinsichtlich der beiden großen Volksparteien SPD und CDU/CSU.
Geringe Wahlbeteiligung ein Unterschichtenproblem?
Laut Auswertung der Forsa Studie sollen Nichtwähler überwiegend der sogenannten „Unterschicht“ angehören. Dabei werde die Klassifizierung „Unterschicht“ vor allem Bürgern zugeordnet, die über ein geringes Einkommen, eine mangelhafte Schulbildung sowie einen geringen sozialen Status verfügen. (Siehe auch unsere Antwort auf derartige Klassifizierungen:
"Die "Drei-Drittel-Gesellschaft"" der Friedrich-Ebert-Stiftung).
Die Ebert-Stiftung veriviziert weitere Gründe, warum Wähler ihre Stimme verweigern. So werden „Wähler im Wartestand“ diagnostiziert, die sporadischen und demnach nicht durchgängig konsistenten Nichtwählern zuzuordnen sind. Der Studie zufolge verweigert eine weitere Gruppe der Nichtwähler eine Wahlabstimmung aus Gründen der Entfremdung zu demokratischen Verhältnissen. Wieder andere gaben überwiegend politische Gründe an, warum sie das Wahlrecht nicht wahrnehmen.
Politisches Interesse bleibt erhalten
Immerhin offenbarte die Studie auch, dass Nichtwähler durchaus politisches Interesse zeigen und häufig über politische Vorgänge gut informiert sind. Beachtliche 60 Prozent der Wahlverweigerer bekundeten demnach ein starkes Interesse für deutsche Innenpolitik. Dagegen gab es bei Arbeitern sowie 30-Jährigen, Hauptschulabsolventen und konsistenten Dauer-Nichtwählern das geringste Interesse an politischen Vorgängen und Entscheidungsfindungen.
Nichtwähler – bitte melden!
Uns interessieren Ihre Gründe, wenn Sie Nichtwähler sind. Schreiben Sie an: redaktion@spreezeitung.de und geben Sie - sofern Sie mögen - Ihren beruflichen und sozialen Status an. Wir veröffentlichen bis zur Bundestagswahl im September Ihre Ausführungen und Gründe (maximal 200 Worte), warum Sie nicht zur Wahl gehen möchten. Geben Sie bitte an, ob Ihr Beitrag unter Pseudonym oder Klarnamen veröffentlicht werden soll.
Wir freuen uns über sachliche Beiträge. Die Redaktion behält sich vor, Beträge nicht zu publizieren, insbesondere wenn sie ehrverletzende, beleidigende, rassistische sowie anderweitig strafrechtlich relevante Inhalte enthalten. Eine Korrespondenz hierzu seitens der Redaktion entfällt.
