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Wirtschaft

Auftragseingang zurück in der Spur

Der Auftragseingang in der deutschen Industrie ist im November um 2,1% gestiegen. Damit ist er "zurück in der Spur" und befindet sich weiter in einem Aufwärtstrend. Die Produktion hat hiervon zuletzt aber nur wenig profitiert, sie dürfte im vierten Quartal 2013 stagniert haben. Dies muss nicht 1:1 auf das BIP durchschlagen. Eine Kommentierung von Dr. Alexander Krüger.

Dr. Alexander Krüger

Von der deutschen Industrie gab es zu Beginn des neuen Jahres eine gute Nachricht: Danach hat der Auftragseingang im November um 2,1% gegenüber dem Vormonat zugenommen. Der deutliche Rückgang vom Oktober (-2,1%, revidiert von -2,2%) ist damit wieder aufgeholt worden. Die Entwicklung zeigt, dass sich der Auftragseingang weiterhin in einem Aufwärtstrend befindet. Impulse erhielt er dabei aus dem In- und Ausland: Die Inlandsaufträge nahmen um 1,9% und die Auslandsaufträge um 2,2% zu (Oktober: -1,9% bzw. -2,2%).

Wichtige Stimmungsindikatoren deuten auf einen vorerst anhaltend günstigen Verlauf der Auftragslage hin. Dies betrifft vor allem das merkliche Anziehen der Erwartungskomponente des ifo-Geschäftsklimaindex. Zudem haben sich die Exporterwartungen auf einem höheren Niveau stabilisiert. Wir erwarten daher, dass sich die Aufwärtsentwicklung der Aufträge im Dezember 2013 fortgesetzt hat und diese auch im ersten Quartal 2014 anhalten wird.

Positive konjunkturelle Grundstimmung

Die positive konjunkturelle Grundstimmung enthält allenfalls kleine Wehrmutstropfen. Denn nach dem heutigen Auftragsergebnis dürfte feststehen, dass sich dessen Wachstum im Jahresschlussquartal gegenüber den beiden Vorquartalen verlangsamt hat. Dies ist verschmerzbar. Problematischer ist dagegen, dass die Produktion vom soliden Auftragseingang zuletzt nur wenig profitiert hat.

Das Produktionsergebnis für November

Das Produktionsergebnis für November (Veröffentlichung morgen) dürfte zwar einen Zuwachs ausweisen, der den Rückgang von Oktober mindestens ausgleichen wird. Um die Produktion im Quartalsdurchschnitt aber auf das Niveau des dritten Quartals 2013 zu heben, bedarf es für Dezember eines weiteren kräftigen Anstiegs. Selbst wenn dieser einträte änderte er wenig an der Wachstumsverlangsamung der Produktion gegenüber dem Vorquartal. Den Erfahrungen von Anfang 2013 zufolge muss dies aber kein Gradmesser für den BIP-Verlauf sein.

Sand im Produktionsgetriebe

Der Sand im Produktionsgetriebe geht auch auf Sondereffekte bei der Autoproduktion (Feiertage) zurück, im Zuge derer Gegenbewegungen im laufenden Quartal wahrscheinlich sind. Unsere BIP-Prognose von 1,6% für 2014 sehen wir daher weiter als gut unterstützt an. Voraussetzung hierfür bleibt, dass die EZB die Währungsunion zusammen hält und sich die Investitionen weiter beleben.

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