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Wirtschaft

Deutsches BIP mit solidem Wachstumstempo

Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland ist im dritten Quartal 2013 um 0,3% zum Vorquartal gestiegen. Damit entspricht es nahezu dem Wachstumstempo des ersten Halbjahres 2013. Die Konjunkturerholung dürfte sich fortsetzen und 2014 an Breite und Dynamik gewinnen. Unsere BIP-Prognose für 2014 beträgt 1,5%. Kommentierung von Dr. Alexander Krüger.

Dr. Alexander Krüger

In seiner ersten Schätzung hat das Statistische Bundesamt heute für das dritte Quartal 2013 einen Anstieg des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3% zum Vorquartal gemeldet. Laut Bundesamt haben der Konsum, der Staatsverbrauch sowie Investitionen in Ausrüstungen und Bauten positive Wachstumsbeiträge geliefert. Die Wirtschaftstätigkeit belastet hat der Außenbeitrag. Die Detailergebnisse der BIP-Komponenten werden am 22. November veröffentlicht.

BIP-Anstieg stark verzerrt

Das BIP-Ergebnis zeigt ein gegenüber dem zweiten Quartal 2013 deutlich gesunkenes Wachstumstempo an. Als Beinbruch werten wir dies nicht, da der damalige BIP-Anstieg von 0,7% durch Einmaleffekte stark verzerrt wurde. Wird das erste Halbjahr 2013 im Durchschnitt gesehen, hat die Konjunkturerholung mit unverminderter Dynamik angehalten. Mit Blick auf das raue weltwirtschaftliche Umfeld und die ungelöste EWU-Staatsschuldenkrise ist dies eine gute Nachricht.

Zeichen stehen auf Konjunkturerholung

Die Niveaus des ifo-Geschäftsklimaindex und der Einkaufsmanagerindizes deuten auf eine sich fortsetzende Konjunkturerholung hin. Deren Aufwärtstrends sind zuletzt aber ins Stocken geraten, eine Wachstumsbeschleunigung im laufenden Quartal ist daher wenig wahrscheinlich. Allerdings reichen bereits geringe monatliche Zuwachsraten bei den Industrie-Aufträgen und bei der Produktion im Produzierenden Gewerbe aus, um das aktuelle Wachstumstempo des BIP im Jahresschlussquartal zu halten. Unsere BIP-Prognose für 2013 liegt weiter bei 0,4%.

Klassischer Investitionszyklus wird nicht erwartet

Für 2014 erwarten wir, dass die Konjunkturerholung breiter und dynamischer werden wird. Auf der Basis des EZB-Versprechens, den Euro mit allen Mitteln zu verteidigen, werden sich die günstigen Wachstumsbedingungen – hohe, aber abnehmende preisliche Wettbewerbsfähigkeit, Niedrigzinsen, schwächerer Euro – wohl weiter entfalten. Hiervon dürften auch die Anlageinvestitionen profitieren, die erstmals seit zwei Jahren wieder positiv zum Wachstum beitragen werden. Einen klassischen Investitionszyklus erwarten wir aufgrund der weltweit schwelenden Staatsschuldenkrisen aber nicht.

Entwicklung dürfte für etwas Preisdruck sorgen

Im Zuge positiver Wachstumsbeiträge von der Binnennachfrage und vom Außenhandel liegt unsere BIP-Prognose für 2014 bei 1,5%. Das Wachstum des Produktionspotenzials von etwa 1¼% wird damit übertroffen, die Entwicklung dürfte mithin für etwas Preisdruck sorgen.

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