Redaktion Spreezeitung / 1. Juli 2013 / Keine Kommentare


GIZ in Industrie- und Schwellenländern nachgefragt

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist ein weltweit tätiges Bundesunternehmen. Sie unterstützt die Bundesregierung in der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung und in der internationalen Bildungsarbeit.

GIZ, Tanja Gönner
(Foto: Berno Buff/GIZ)

Die GIZ trägt dazu bei, dass Menschen und Gesellschaften eigene Perspektiven entwickeln und ihre Lebensbedingungen verbessern. Nach ihrem ersten Jahr an der Spitze des Unternehmens äußerte sich GIZ-Vorstandssprecherin Tanja Gönner sehr zufrieden mit der Entwicklung des vergangenen Jahres. „Wir haben mit 2,1 Mrd. Euro ein äußerst gutes Ergebnis erreicht – und sehen das als klare Bestätigung unserer strategischen Neuausrichtung.“ Die GIZ leistet heute mehr als die „klassische“ Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern.

Das Bundesunternehmen ist auch auf dem europäischen Binnenmarkt und in Deutschland sowie in Schwellenländern und in Industrieländern gefragt. Am 25.06. eröffnet das Unternehmen in diesem Zusammenhang eine erste Präsenz in den USA, um sich dort an Ausschreibungen im Themenfeld Berufliche Bildung zu beteiligen. In Griechenland hat die GIZ zur Gesundheits- und Verwaltungsreform beraten.

Hauptauftraggeber war 2012 das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die GIZ war für das BMZ mit einem Geschäftsvolumen in Höhe von 1,63 Mrd. Euro tätig (77 Prozent), darin enthaltenen sind auch 179 Mio. Euro, mit denen sich Kofinanzgeber an den BMZ-Aufträgen beteiligten.

Zehn Prozent (rd. 209 Mio. Euro) steuerten andere deutsche Bundesministerien zum Geschäftsvolumen der GIZ bei, darunter vor allem das Auswärtige Amt (89 Mio. Euro) und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (70 Mio. Euro). Weitere zwei Prozent des Geschäftsvolumens wurden aus Zuwendungen erzielt.
Rund elf Prozent des Geschäftsvolumens, d.h. rd. 230 Mio. Euro, stammen daneben aus Aufträgen und Finanzierungen von Privatunternehmen, Stiftungen, multilateralen Organisationen und ausländischen Regierungen. „Mit diesem substantiellen Anteil leisten wir ebenfalls internationale Zusammenarbeit „Made in Germany“, ohne dafür deutsche Steuermittel zu verwenden“, so Gönner.

„Die Ergebnisse zeigen deutlich: Mit der GIZ haben wir einen stark nachgefragten Dienstleister der Bundesregierung in der internationalen Zusammenarbeit geschaffen, der noch wirksamer, wirtschaftlicher und effizienter arbeitet“, so Hans-Jürgen Beerfeltz, Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und Aufsichtsratsvorsitzender der GIZ.

Für die GIZ arbeiteten zum Jahresende 2012 insgesamt 16.229 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (31.12.2011: 17.185). Wie im Vorjahr gehörten knapp 70 Prozent der Beschäftigten – insgesamt 11.119 Personen – zum einheimischen Personal in den Einsatzländern. Zudem sind für die GIZ weitere 2300 Kräfte tätig, darunter knapp 900 Entwicklungshelfer, knapp 450 weltwärts-Freiwillige sowie 1000 integrierte, rückkehrende und einheimische Fachkräfte.

Foto: Berno Buff/GIZ



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.