Redaktion Spreezeitung / 28. Juni 2013 / Keine Kommentare


Hotspot: Malochen ohne Doktortitel, Heinrich George, ARD-Zoff

SPREZEITUNG holt Interessantes jenseits der täglichen Schlagzeilen aus dem Schattendasein. Heute: Barsche Aufforderung zum harten und ehrlichen(!) Malochen, Interview zu Heinrich George und seltsamer Zoff-Alarm bei der ARD.

Hart malochen – ohne Doktortitel

Ein Text, besser gesagt eine 117-Zeichen-Kurznachricht, schreckte kürzlich die Nation zu nachtschlafender Zeit auf. Der Autor: Jan W. Schäfer. Seine energische Botschaft an das schlichte Volk: „Malochen“. Seine Forderung im nationalen Aufklärungsmedium BILD : Respekt vor mutigen Chefs, die selbst in lauen Konjunkturzeiten Jobs für Menschen schaffen, die sonst keine Chance zum sozialen Aufstieg haben.

„Jetzt sind die Arbeitslosen am Zug. Die Jammer-Ausrede „Ich finde einfach keinen Job“ zieht nicht mehr!“

schnauzte es um arsch durch die dunkle Nacht. Schließlich – so seine Argumentation – benötigen Firmen „Zigtausende Mitarbeiter auch für „einfache“ Stellen“. Darunter versteht Schäfer:

„Bauarbeiter, Putzhilfen, Verkäuferinnen, Wachleute. Alles Jobs, für die man keinen Doktortitel oder Studium braucht.“

Schäfers Weckruf kommt gerade recht für jene Zeitgenossen, die in unserem kürzlich erschienenen Interview: Mir hat es buchstäblich die Sprache verschlagen“ als Plagiatoren und damit Wissenschaftsbetrüger eine tragische Rolle spielen. Ist der Doktortitel erst aberkannt, heißt es „ehrlich(!) und hart malochen“. In Jobs eben, für die garantiert kein Doktortitel benötigt wird.

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Heinrich George-Verfilmung und ein Interview

Die schon vor Jahren angekündigte Heinrich George- Verfilmung ist nunmehr Wirklichkeit geworden und kommt am 24. Juli um 21.45 Uhr zur Ausstrahlung. Wer sich etwas intensiver mit diesem Thema auseinandersetzen möchte, hat Gelegenheit, unser vierteiliges Interview mit dem Historiker Dr. Kurt Fricke noch einmal nachzulesen:

Teil 1: Heinrich George – Ausnahmetalent zwischen Ruhm und Verachtung

Teil 2: Heinrich George: Arrangement mit Goebbels & Co.

Teil 3: Freunde, Feinde und Denunzianten

Teil 4: Heinrich George – vogelfrei in sowjetischer Haft

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Lügen-Zoff bei der ARD

Dass es hinter so manch spiegelglatter Fassade durchaus auch ganz anders aussehen kann, das wissen wir spätestens seit dem Spitzel-Alarm, den der damalige ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender anlässlich seines Ausscheidens auslöste. Angeblich soll es damals interne Spitzel geben haben, die den politischen Parteien Interna aus dem Sender mitgeteilt haben. Ob das heute noch so ist, wissen wir nicht. Doch es wirft ein ebenso trübes Licht auf die Öffentlich-Rechtlichen wie der derzeitige Lügen- und Intriganten-Stadl, den der frisch ausgeschiedene Ex-Tagessschausprecher Marc Bator seinen ARD-Kollegen zum Abschied servierte.

Seit wenigen Wochen arbeitet der Sprecher bei Sat.1 in Berlin, nun plaudert er fröhlich aus dem ARD-Nähkästchen. Von Lügen und Intrigen ist die Rede und von Redeverboten für den versierten Sprecher in Sachen Abschiedsrede. Diese nämlich habe man ihm untersagt empört sich Bator. Alles Humbug, kontert Jan Hofer, Chefsprecher der „Tagesschau“.  Mit markigen Worten schlägt er zurück und kontert, man habe dem Ex-Kollegen Bator durchaus Gelegenheit für Abschiedsworte gegeben. Und zwar in der Tagesthemen-Sendung mit Caren Miosga. Also alles Lüge?

„Über Marc Bator habe ich mich sehr geärgert, weil er gelogen hat.“ […]. „Dass er dabei (bei den Tagesthemen mit Caren Miosga, Anm. der Red.) keinen vernünftigen Satz rausgebracht hat, ist wohl kaum unsere Schuld. Dann stellt er sich anschließend hin und behauptet, wir hätten ihm in der 20-Uhr-Sendung davor seine Abschiedsworte verwehrt, und das war wissentlich falsch, also ein Lüge“.

Ein Sprecher, der keinen vernünftigen Satz herausbringt? Schwer vorstellbar! Hier der Abschied im O-Ton:

Header-Foto: claudiaotte / Clipdealer.de
Video: YouTube.com



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