SPZ/cp / 16. April 2015 / Keine Kommentare


Vollgeldsystem, Griechenland, Steuerzahler und Luxusleben

Reizthema Bankenkrise und der Wunsch nach einem drastischen Umdenken, das liberale Bayern nicht wirklich liberal, Griechenland des Goldes beraubt und Steuerzahler die unter der Last der Bürde ächzen - unsere Presseschau der Woche.

Spreezeitung mit der aktuellen Presseschau

Spreezeitung mit der aktuellen Presseschau (Foto: Clipdealer.de)

Autor Daniel Stelter bietet in Cicero einen sehr interessanten Beitrag für alle, die nach Bankenkrise & Co. eine Reform des Geldsystems wünschen. Andere Länder denken längst über ein sogenanntes Vollgeldsystem nach. Ein Geldsystem, in dem nur die Notenbanken Geld schöpfen. Den Banken wird hierbei das Recht zur Geldschöpfung entzogen. Wäre das auch ein Modell für Deutschland?

„Konsequent zu Ende gedacht setzt eine wirkungsvolle Regulierung voraus, dass Banken bei Fehlmanagement Pleite gehen können. Solange dies nicht der Fall ist, profitieren sie von der impliziten Garantie des Staates, im Zweifel doch wieder einzuspringen.“

Zum Beitrag: So lösen sich Schulden in Nichts auf

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Bayern ist auf vieles stolz und besonders auf die liberale bajuwarische Gesellschaft. Zu Recht? Autor Sebastian Beck schreibt in der Süddeutschen:

„Bayern gibt sich gerne liberal – ein Selbstbetrug. Man muss nur einmal übers Land fahren, sich in ein Wirtshaus setzen und die Ohren aufsperren. Dann wird klar: Das größte Biotop für Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus ist die bürgerliche Mitte.“

Zum Beitrag: Bayerische Lebenslüge

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The never ending Greece-Story: Autor Zacharias Zacharakis (ZEIT) fragt angesichts der Forderung Griechenlands nach Reparationszahlungen, wie sich die Tragödie eines Krieges in Geld umrechnen lässt. Im Beitrag dröselt er Griechenlands „großes Rechnen“ auf.

„Am Ende kommen die Autoren auf 269,5 Milliarden Euro. Hinzu rechnen sie noch Forderungen von 9,1 Milliarden Euro aus dem Ersten Weltkrieg, die nach Ansicht der Fachkommission ebenfalls unbeglichen sind.“

Zum Beitrag: Geraubtes Gold, zerstörte Schiffe und eine Zwangsanleihe“

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Autor Manfred Schäfers zeichnet in der FAZ ein Bild vom maßlosen, aber glücklichen Finanzminister Wolfgang Schäuble, der sich angesichts der flutenden Steuergelder die Hände reibt. Währenddessen stöhnt und ächzt der Steuerzahler über immer höhere Lasten, die den ohnehin überstrapazierten Leistungsträgern rigoros aufoktroyiert werden.

„In der großen Koalition hat der Steuerzahler offensichtlich keine schlagkräftige Lobby. Das macht das Leben für Schäuble einfacher – aber auch nur für ihn.“

Zum Beitrag: Kühle Zeiten

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Zu guter Letzt ein Beitrag von Autor Matthias Kamp / Handelsblatt. Der Autor wirft einen interessanten Blick auf Ex-Siemens-Vorstand Michael Süß. Von einem Urviech, harten Hund und maßlosen Luxusjunkie ist da die Rede und das ist durchaus wohlwollend gemeint.

„Allerdings lebt auch Süß nicht vom Geist allein. Das teilt er mit seinem künftigen Aufseher, dem Stahlbaron Großmann, der für seine hemmungslosen Hummergelage auf dem Weltwirtschaftsforum und seine Schlemmerorgien im eigenen Sterne-Lokal La Vie in Osnabrück berühmt und berüchtigt ist.“

Zum Beitrag: Das Luxusleben des Ex-Siemens-Vorstands

Bis zur nächsten Presseschau,
Ihre Redaktion SPREEZEITUNG

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