Redaktion Spreezeitung / 8. August 2014 / 2 Kommentare


Sicherer Aufenthalt für Edward Snowden

Am vergangen Samstag hat der Bundestagsabgeordnete und Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele einen Brief eines internationalen Unterstützer-Komittees an die Bundesregierung übergeben. Die Absender bitten darum, den Whistleblower Edward Snowden zu schützen statt zu verfolgen.

Hans-Christian  Ströbele (Grüne) zählt zu den Unterstützern von Edward Snowden (Foto:

Hans-Christian Ströbele (Grüne) zählt zu den Unterstützern von Edward Snowden (Foto: Heinrich-Böll-Stiftung)

Hans-Christian Ströbele hat gestern der Bundeskanzlerin den Brief eines internationalen Unterstützer-Komittees für Edward Snowden übermittelt. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, entsprechend der großen Unterstützung für Edward Snowden gerade der Menschen in Deutschland Snowden hier sicheren Aufenthalt und Auslieferungsschutz zuzusagen.

Heruz erklärt Hans-Christian Ströbele:

„Die Initiative der internationale Courage-Stiftung ist ein wichtiger Beitrag, um Edward Snowden wieder ein normales freies und sicheres Leben zu ermöglichen.

Ich habe den Brief der Stiftung auf deren Bitte hin gern an die Bundeskanzlerin weitergeleitet. In einem eigenen Anschreiben an sie habe ich die Ersuchen der Stiftung bekräftigt.“

Die Unterstützung für Edward Snowden in der Bevölkerung ist nämlich im weltweiten Vergleich in Deutschland am größten, danach in Großbritannien und USA. Das ist das bisherige Untersuchungsergebnis einer Kampagne der internationalen Courage-Stiftung, wie diese zum Jahrestag des russischen Asyls für Edward Snowden mitteilte.

Die Stiftung erinnerte daran, dass Hunderttausende Deutscher Petitionen für Snowden unterschrieben, ihm hier viele Ehrenpreise und -Mitgliedschaften verliehen wurden bis hin zur Ehrendoktorwürde und hiesiger Nominierung für den Friedensnobelpreis.

Aus diesem Anlass richtete die Stiftung einen brieflichen Appell an die Bundesregierung sowie an die britische und us-amerikanische Regierung, Edward Snowden zu schützen statt zu verfolgen. Die Bundesregierung solle Snowden sicheren Aufenthalt und Auslieferungsschutz anbieten, auch für diesen Zeugenaussage in Berlin vor dem Untersuchungsausschuss. Diese Briefe übergab die Stiftung an mit dem Thema befassten Politikern in den betreffenden Ländern zur Übermittlung an die betreffenden Regierungen: in Deutschland an Hans-Christian Ströbele, in Großbritannien an die Abgeordnete Caroline Lucas, in den USA an Senator Ron Wyden.

Brief der Courage-Stiftung mit Botschaft an die Bundesregierung

Bericht der Courage-Stiftung



2 Kommentare zu "Sicherer Aufenthalt für Edward Snowden"

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  2. Jocelyne Jean-Wisslin 5. August 2014 at 19:30

    Bravo! Hoffentlich klappt es für Edward Snowden freies Geleit nach Deutschland zu bekommen und vor dem Untersuchungsausschuß auszusagen.

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