Redaktion Spreezeitung / 10. Oktober 2013 / Keine Kommentare


Ulrich Teusch erhält Roman-Herzog-Medienpreis

Der Hörfunk- und Sachbuchautor Ulrich Teusch erhält für sein SWR2-Radiofeature "Nicht schwindelfrei. Über Lügen in der Politik" den mit 5.000.- Euro dotierten Roman-Herzog-Medienpreis 2013. Der nach dem früheren Bundespräsidenten und Vorsitzenden des Konvents für Deutschland benannte Medienpreis wird seit 2007 zweijährlich vergeben.

Ulrich Teusch

Ulrich Teusch ist Hörfunk und Sachbuchautor (Foto: Konvent für Deutschland)

 
Bisherige Preisträger sind Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung), Robin Mishra (Rheinischer Merkur) und Dirk Kurbjuweit (Der Spiegel). Vor dem Hintergrund der schwelenden Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise, umstrittener Rettungspakete und den zahlreichen Urnengängen auf Landes-, Bundes- und Europaebene hatte der Konvent für Deutschland die Teilnehmer des Wettbewerbs zur Auseinandersetzung mit der Frage Politik in Zeiten der Krise: Will das Volk wirklich belogen werden? aufgefordert.

Was sind eigentlich politische Lügen?

Ulrich Teusch widmet sich in seinem Beitrag dem schlechten Ruf unserer Politiker und beschäftigt sich ausführlich mit der alltäglichen Politikerschelte. Er geht der Frage nach: Was sind eigentlich politische Lügen? Wo fangen sie an – wo hören sie auf? Und warum lügen Politiker? Ist die politische Lüge in jedem Fall verwerflich? Oder kann sie auch legitim, sogar notwendig sein? Teusch belässt es jedoch nicht beim Blick auf die politische Klasse. Er nimmt vielmehr die Bürger mit in die Pflicht und will wissen, ob diese die Wahrheit wirklich hören wollen? Honorieren sie es bei Wahlen, wenn ihnen ein Politiker „reinen Wein“ einschenkt?

Für eine objektive und eigenständige Meinungsbildung

Nach Auffassung der Jury legt Ulrich Teusch mit seinem Feature, das am 13. Februar 2013 in SWR2 ausgestrahlt wurde,

„ein spannendes und dramaturgisch exzellent durchdachtes Stück vor, das in herausragender Form dem Thema der Ausschreibung gerecht wird. Sowohl die Tiefe der Analyse als auch die Vielfalt der Argumente sind bestechend und ermöglichen dem Hörer eine objektive und eigenständige Meinungsbildung“.

Die Preisübergabe durch den Namensstifter, Bundespräsident a. D. Prof. Dr. Roman Herzog, findet am 10. Dezember 2013 im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung mit anschließendem Empfang im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin statt.



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