Ursula Pidun / 30. September 2013 / 30 Kommentare


„Die Politik bereitet vor und steht Schmiere“

Handelt es sich bei der Euro-Krise um den "größten Raubzug der Geschichte"? Die Ökonomen Marc Friedrich und Matthias Weik sind davon überzeugt und halten die Krise für nicht lösbar. Sie beschreiben düstere Szenarien und befürchten den totalen Crash, sofern sich an der Krisenintervention nichts ändert. Sind die Rettungspläne komplett gescheitert? Wir haben nachgefragt.

Euro-Krise

Die Ökonomen Marc Friedrich (li) und Matthias Weik halten die Euro-Krise für nicht lösbar
(Foto: Friedrich & Weick)

Die Ökonomen Marc Friedrich und Matthias Weik rütteln mit ihrer spektakulären Publikation „Der größte Raubzug der Geschichte“ an den Beteuerungen vieler Politiker, die Finanz- bzw. Bankenkrise sei weitgehend überstanden. Fakten sprechen eine ganz andere Sprache. Demnach verschärft sich die Krise in einigen europäischen Ländern weiter. Wird Krisen- und Euro-Gipfelmanagerin Angela Merkel (CDU), die aus wahltaktischen Gründen lange schwieg, schon bald mit neuen (alten) Rezepten und weiteren gigantischen Verschuldungsplänen aus der Hecke schießen? Im Gespräch mit den Ökonomen und Autoren Marc Friedrich und Matthias Weik.

Marc Friedrich und Matthias Weik, in Ihrer Publikation: „Der größte Raubzug der Geschichte- Warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden“ beschreiben Sie die Situation rund um die Finanzkrise in düsteren Szenarien. Für wie gescheitert halten Sie die Rettungspläne der Verantwortlichen?

Seit 2008 wird lediglich volkswirtschaftliche Schadensmaximierung betrieben. Die Krise ist unlösbar. Würde es eine Lösung geben, hätte uns die Politik diese schon längst präsentiert. Stattdessen wird nur teuer Zeit erkauft auf Kosten der Allgemeinheit. Die Ursachen der Krise wurden aber nie wirklich angegangen. Parallel wird die Halbwertzeit der Rettungspakete immer kürzer und vor allem immer teurer. Sobald ein Brand gelöscht wurde, entfacht sich woanders wieder ein neues Feuer.

War die Einführung des Euros aus Ihrer Sicht ein kausaler Fehler?

Der Euro war leider von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Noch nie in der Geschichte der Menschheit hat eine Währungsunion funktioniert. Ein Blick in die Vergangenheit hätte uns viel Leid und Wohlstandsverlust erspart. Die letzte Währungsunion auf europäischer Ebene, die lateinische Münzunion, zerbrach 1927 – ironischerweise wurde deren Ende damals ebenfalls von Griechenland eingeläutet. Es war alles schon einmal da.

Aus ökonomischer Sicht war es Irrsinn, Volkswirtschaften wie Deutschland und Österreich unter eine Währung und in ein Zinskorsett zu stecken mit strukturschwachen Ländern wie Portugal, Italien oder eben Griechenland. Das politische Währungsexperiment Euro ist jetzt schon gescheitert und wird momentan nur mit enormen Anstrengungen und Steuergeldern künstlich am Leben erhalten. Was wir momentan erleben ist die größte Insolvenzverschleppung, welche die Menschheit jemals gesehen hat.

Verantwortliche Politiker suggerieren – auch durch ihr Schweigen – die Krise sei vorbei. Treffen solche Prognosen überhaupt zu?

Barosso und Schäuble haben Anfang des Jahres verkündet „Die Krise ist vorbei“. Wenige Monate später entfachte die Krise einen neuen Flächenbrand in Zypern und strafte alle der Lüge. Die Krise ist natürlich nicht vorbei, sondern macht lediglich kleine Verschnaufpausen um neue Kraft zu sammeln. Ich denke dies war vor allem vor der Bundestagswahl auch eine gehörige Portion Zweckoptimismus, der aber leider völlig fehl am Platze ist.

Mit überwältigen Zustimmungswerten haben die Bürger Angela Merkel gerade politisch gestärkt. Hat die alte und vermutlich auch neue Regierungschefin die Bürger tatsächlich gut durch die Finanzkrise gebracht oder flattert uns schon bald eine saftige Abrechnung ins Haus?

Die Mehrheit unserer Mitmenschen hat den bequemsten Weg gewählt. Alles soll so bleiben wie es ist, nur keine Änderung und „Mutti“ wird’s schon richten. Es war ja auch leider nur eine Wahl zwischen Pest, Cholera und anderen unangenehmen Hautkrankheiten. Die Politik wird alles tun, um den Status Quo zu erhalten. Dinge, die momentan noch als alternativlos abgelehnt werden, sind dann plötzlich opportun – ob das Eurobonds, Steuererhöhungen, Schuldenschnitte oder eine Art Marshallplan für Südeuropa sein werden. Seit dem 01.08. ist der Bail-in EU Gesetz. Damit haftet im Notfall jeder Bankkunde, der mehr als 100.000 Euro auf seinem Konto hat für seine Bank, falls diese in Schwierigkeiten gerät. Dies ist eine neue Eskalationsstufe der Eurorettung und sendet ein verheerendes Signal nach außen. Welcher Investor will jetzt noch in der Eurozone investieren und Geld anlegen und das Geld auf dem Konto ist nicht mehr sicher.

Des Weiteren werden wir alle durch die Niedrigzinsphase schon jetzt enteignet. Wenn nun etwas Größeres passieren sollte, dann darf man sich nicht auf die Aussagen der Politik und die Gesetze verlassen, denn diese werden dann einfach rückwirkend geändert oder einfach gebrochen. Genauso wie die Maastrichter und Lissaboner Verträge. Klar ist: Nach der Wahl ist vor dem Zahltag!

Wie stark waren aus Ihrer Sicht Politiker daran beteiligt, dass es überhaupt zu einer solchen Jahrhundert-Krise kommen konnte und welche Fehler führten zum Desaster?

Es gab mehrere Ursachen die zur Krise geführt haben. Neben einem Geldsystem, welches eine mathematisch begrenzte Lebensspanne hat, führten die Deregulierung der Banken und Märkte, sowie die Globalisierung, die Gier und die falschen Entscheidungen der Politik und Notenbanken zur Katastrophe. Fakt ist, dass die Politik Hand in Hand mit der Finanzbranche die Krisen verursacht hat. Anders gesagt: Die Politik bereitet vor und steht Schmiere während die Finanzbranche die Tat ausführt.

Wir haben es wohl ganz generell mit einem Zeitalter der Gier zu tun, die unglaubliche virtuelle Geschäftspraktiken generiert in der Hoffnung auf Wahnsinnrenditen. Ich erinnere an Wettgeschäfte auf Zinsabstände wie etwa „Spread Ladder Swaps„, die auch hierzulande ganze Kommunen ins Schwanken brachte. Können wir es uns so leicht machen und die Ursachen stets nur bei den bankrotten südeuropäischen Staaten zu suchen?

Hier muss man erst einmal einen Mythos aus der Welt schaffen: Nicht wir haben die Griechen und Iren gerettet sondern die Griechen und Iren haben unsere Banken gerettet. Die Rettungsgelder gingen 1:1 über Athen und Dublin direkt nach Paris, London und Frankfurt um die Bankentürme vor dem Kollaps zu schützen. Die fatale Zinspolitik der EZB hat zur Blasenbildung in Südeuropa geführt und letztendlich zur Krise. Südeuropa hat jahrelang ein viel zu günstiges Zinsniveau genossen und die Party ist jetzt vorbei. Das ist wie nach einer durchzechten Nacht mit viel Alkohol. Der Abend war vielleicht lustig und schön, aber am Morgen danach muss man die Zeche und den Tribut zahlen.

Der Ausgangspunkt der Misere seien geplatzte Immobilienblasen in den Vereinigten Staaten, heißt es. Dort erhielten auch jene Leute Häuser auf Kredit, die keinerlei Sicherheiten boten. Schließlich wurden die faulen Kredite in seltsame Derivat-Gemische gewickelt und weltweit als sensationelle Anlagegeschäfte verhökert. Gab es weitere Ausgangspunkte?

Selbstverständlich! Weitere Krisenverursacher waren die Deregulierung durch Thatcher und Clinton, also das Ende des Trennbankensystems, die Aufhebung von Bretton Woods durch Nixon, die fehlende Haftung der Verursacher, die Giralgeldschöpfung der Banken etc.

Haben Sie als Ökonomen eine Vorstellungskraft, was in den Köpfen von Finanzjongleuren vorgehen könnte, die derart abgebrüht ganze Volkwirtschaften an den Abgrund des finanziellen Bankrotts drängen?

Gier, pure Gier, Egoismus und Maßlosigkeit.

Warum sitzen die Verursacher überwiegend NICHT im Gefängnis?

Wegen Geld und Vitamin B. Des Weiteren, weil es an einem Verursacherprinzip fehlt und die mangelnde Haftung. Solange die Banken sich freikaufen können und keine wirklich wirksamen und drastischen Strafen verhängt werden, werden die Banken auch ihre Geschäftspolitik nicht ändern. Warum auch? Solange die Strafen niedriger sind wie die Gewinne die durch ihre dubiosen und kriminellen Geschäfte erzielt werden, gibt es für sie keinen Grund irgendetwas zu ändern.

Der Umgang mit der Bewältigung der Krise hat inzwischen seltsame Züge angenommen. EZB-Chef Mario Draghi ordnete eine Niedrigzinspolitik an und hält extrem lange daran fest. Zum Abbau der Staatsverschuldung mag das gut sein, doch Anleger haben es angesichts niedrigster Zinsen mit Vermögensenteignungen zu tun. Wie beurteilen sie ein solches Prozedere und wohin wird es führen?

Verheerend! Durch die Niedrigzinsphase werden wir gerade alle schleichend enteignet. Wir haben dies in unserem Buch leider richtig analysiert und vorhergesagt. Wir alle werden für die Krise zahlen und enorm an Wohlstand verlieren. Die Notenbanken stecken in einer Zwickmühle. Wenn sie die Zinsen erhöhen sollten, würden sie das Wirtschaftswachstum abwürgen, die Börsen würden in den Sinkflug gehen und die Staatsanleihenblase würde platzen. Wenn sie die historisch tiefen Zinsen belassen, wird es eine heftige Inflation geben. Man hat sich für den letzteren Weg entschieden. Auf diese Art und Weise kann sich der Staat auf Kosten der Bürger entschulden.

Angela Merkel wird trotz allem auch auf europäischer Bühne als glänzende Krisenmanagerin gefeiert. Was halten Sie von dieser Beurteilung?

Sie hat Deutschland in ihrem Maße versucht zu schützen, kurzfristig okay aber langfristig mit fatalen Auswirkungen. Nach dem Schock 2008 wollte man so viel ändern und machen und hat im Endeffekt nichts davon umgesetzt.

Welche Wege könnte es geben, um das gesamte Finanzsystem wieder auf solidere Beine zu stellen? Es ist wohl unstrittig, dass es so nicht weitergehen kann.

Man müsste einfach die Fehler der Vergangenheit ausmerzen. Dies wird aber nicht geschehen. Freiwillig wird weder die Politik noch die Branche einen Wandel herbeiführen. Im Gegenteil – es wird alles getan werden um den Status Quo zu erhalten, egal um welchen Preis. Jetzt schon werden am laufenden Band hierfür Gesetze gebrochen. Für uns als überzeugte Europäer und Demokraten ist dies unerträglich. Leider wird erst ein katastrophales Ereignis mit viel Elend und Leid den notwendigen Wandel erzwingen. So etwas wie ein finanzielles Fukushima oder ein Bürgerkrieg. Wir haben noch die Hoffnung, dass es soweit nicht kommt. Druck und Wandel müssen von unten, von der breiten Masse kommen.

Das Leiden der ganz normalen Bürger hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Überlebensfähigkeit ist in so manchen südeuropäischen Staaten gewaltig. Selbstmorde, Armut und große Verzweiflung regieren diese Länder. Müssen wir nicht helfen (Stichwort Schuldenschnitt plus Marschall-Plan), anstatt die Menschen dort immer weiter in die Enge zu treiben?

Absolut. Im Süden Europas und in Irland hat die volkswirtschaftliche Schadensmaximierung schon erheblichen und teilweise irreparablen Schaden angerichtet. Wie viel Jugendarbeitslosigkeit muss es sein, damit erkannt wird, dass der Euro Europa nicht eint sondern zerstört? Dass wir eine ganze Generation verbrennen, um eine jetzt schon gescheitere Währungsunion und ein politisches Währungsexperiment zu retten?

Was raten Sie als Ökonomen im Sinne von Sofortmaßnahmen?

Aus ökonomischer Sicht müssten alle betroffenen Länder den Euro verlassen, ihre eigene Währung implementieren, auf- oder abwerten um Wettbewerbsfähigkeit zu erlangen. Um dann die europäische Idee im Kern zu retten, muss man die Schulden erlassen. Das wird so oder so kommen. Zu guter Letzt wäre eine Art Marshall Plan für die Länder aufzustellen, um die ausufernde Arbeitslosigkeit in den Griff zu bekommen und wieder eine nachhaltige, wertschöpfende Industrie aufzubauen. Alles andere wird nichts bringen. Schon jetzt haben Menschen jahrelang kein Geld in die Rentenkasse bezahlt und auch diese Menschen werden irgendwann in Rente gehen und dann vor einer enormen Altersarmut stehen. Das wird eine riesige Welle, die da auf uns zukommt.

Wagen Sie eine Prognose, wie die Krise endet, wenn die europäischen Staats- und Regierungschefs in derzeitiger Form weiter intervenieren und am bisherigen Instrumentenkasten festhalten?

Wenn weiterhin an den nachweislich falschen Wegen festgehalten wird, kommt es zu massiven wirtschaftlichen Verwerfungen. Die Schere zwischen Arm und Reich wird noch weiter auseinander gehen und es kommt zu einer Radikalisierung der Jugendlichen, sowie zu einem Bürgerkrieg. Der Euro wird scheitern und uns enorm viel Wohlstand kosten. Wir alle werden verlieren und abgeben müssen über Steuern und Enteignungen.

Um es bildlich darzustellen: Wenn wir 2008 mit 120 km/h gegen eine Wand gefahren sind, haben wir bis zum heutigen Tage die Geschwindigkeit auf 240 km/h erhöht, aber uns parallel dazu auch noch abgeschnallt und den Airbag deaktiviert. Noch nie war mehr Geld im System wie aktuell. Noch nie waren die Länder mehr miteinander verbunden. Nie war es komplexer und es sind viele undefinierbare Variablen im Spiel. Keiner weiß, welche Krise den endgültigen Knall auslöst. Ist es die japanische Kamikazewirtschaftspolitik, das chinesische Schattenbankensystem, ein Börsencrash, die Staatsanleihenblase, ein Staatsbankrott oder ein Krieg? Alles ist möglich!

Friedrich & Weick

Cover: Tectum-Verlag

Unsere Buchempfehlung:

 
Der größte Raubzug der Geschichte
Warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden

Autoren: Marc Friedrich und Matthias Weik

Broschiert: 381 Seiten

Verlag: Tectum-Verlag; Auflage: 1., Aufl. (30. Mai 2012)
Sprache: Deutsch

ISBN-10: 382882949X
ISBN-13: 978-3828829497

Preis 19,90 Euro

 
 
Kurz-Vita Matthias Weik

Matthias Weik befasst sich seit über einem Jahrzehnt eingehend mit der globalen Wirtschaft und ihren Finanzmärkten. Jahrelange Arbeits- und Studienaufenthalte in Deutschland, Südamerika, Asien und Australien sowie die Absolvierung seines Studiums in Australien ermöglichten ihm tiefe Einblicke in das Wirtschaftsleben fremder Nationen. In Deutschland absolvierte er einen berufsbegleitenden Masterstudiengang (MBA). Gemeinsam mit Marc Friedrich hält Matthias Weik seit mehreren Jahren Seminare und Fachvorträge an Universitäten, Fach- und Volkshochschulen.

Kurz-Vita Marc Friedrich

Marc Friedrich studierte den renommierten Studiengang „Internationale Betriebswirtschaftslehre“. Während des Studiums beschäftige er sich intensiv mit der Wirtschaft und den Finanzmärkten. Durch seine Tätigkeit bei einer schweizerischen Firma Venture Capital Firma hatte er frühzeitig Kontakt zu den Themen Risikokapital, Kapitalanlage und Vermögensberatung. Mit Stationen in Argentinien, Großbritannien, Schweiz und den USA sammelte er zahlreiche und wertvolle Arbeitserfahrungen. Während eines Aufenthalts in Argentinien hat er 2001 einen Staatsbankrott und dessen verheerende Folgen selbst miterlebt. Zusammen mit Matthias Weik hat er bereits über 300 Fachvorträge an Volkshochschulen, Universitäten, Hochschulen und in Unternehmen gehalten.



30 Kommentare zu "„Die Politik bereitet vor und steht Schmiere“"

  1. Anne W. 30. September 2013 at 08:22

    Großartiges und interessantes Interview – vielen Dank!

    Antworten
  2. reiner tiroch 30. September 2013 at 08:32

    ein wahrhaft toller Bericht!
    seit 2007 schreibe ich mir die Finger wund und warne vor dem Gau. leider umsonst, weil die menschen auf das lose Gesülze der verlogenen politiker setzt. da gilt der Spruch, das Volk will belogen sein, solange man nicht an dessen Geld geht.
    doch das wird schneller weg sein als gedacht. warum? weil die FDP vor der Wahl schon gesetze zur Zwangesenteignung aller Sparer schreiben ließ. für den Tag X suchen sich die häuptlinge nur noch den passenden tag raus.

    Antworten
  3. Thomas82 30. September 2013 at 08:47

    Danke für den Hinweis. Das Interview macht Lust auf das Buch. Ich werde es lesen. Endlich wird mal Tacheles gesprochen. Vieles was die beiden sagen, denke ich schon lange. Sehr erfrischend.

    Antworten
  4. Grossvater 30. September 2013 at 10:06

    Habe mir vor Monaten das Buch vom grössten Raubzug der Geschichte gekauft und muss sagen es ist ein Volltreffer. Leider haben es noch nicht alle begriffen was tatsächlich im Hintergrund der Geldmafia abläuft, denn dann wären die Sparkonten bis auf den Rest der Rücklagen zum Bankeinzug für die laufenden Kosten geplündert und die Banken müssten schliessen.

    Antworten
  5. Hubi Stendahl 30. September 2013 at 10:24

    Die beiden haben das Problem richtig erklärt, weil sie die Bereitschaft hatten, auch die soziologische Seite und die Verwicklungen der willfährigen Wasserträger zu beleuchten.

    Die Systemökonomen, ich meine diejenigen, die nicht von ihrer Interessengemeinschaft abhängig sind, liegen vor allem deshalb falsch, weil sie ihre Erklärungsansätze ausschließlich in ihrer kleinen Welt der theoretischen VWL betrachten. Eine solche Beschreibung von “ Stellschrauben “ reicht natürlich nicht und führt zu Fehleinschätzungen.

    Diejenigen, die von Interessengemeinschaften und politischen Überzeugungen abhängen, also die meisten die uns im Staats-TV als Wissenschaftler verkauften Volkswirtschaftler, geben ihrer Sucht nach persönlichen Vorteilen nach und haben den Euro zur Massen – Religion erklärt. Da werden auch einmal die Schieflage der Target2 Salden der Zentralbanken einfach als irrelevant kommuniziert und jeder 3.Semestler fragt sich, zu welchen Damen und Herren er da während der Lesungen aufschaut.

    Fachleute müssten lachen angesichts derartiger Inkompetenz, leider ist das Ganze nicht mehr witzig.

    Eine schwere Krise dieser Disziplin ist im Gange und kann durchaus dazu führen, dass die VWL als Pseudowissenschaft
    demaskiert wird.

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  6. Berlin2013 30. September 2013 at 10:44

    Ich habe das Buch schon vor einer ganzen Weile gelesen und nun vor kurzem noch einmal. Das Buch ist grandios und eine Wucht. Es freut mich sehr, das es den Weg auch in die Spreezeitung gemacht hat. Ich hatte das Vergnügen die beiden Autoren live in Berlin zu erleben im Februar. Sehr beeindruckend! Ich hoffe sie kommen mal wieder nach Berlin und klären weiter auf.

    Danke an die Spreezeitung und Frau Pidun für ihre Weitsicht.

    Antworten
  7. jp Fischer 30. September 2013 at 11:22

    klasse Beitrag , vielen dank

    Antworten
  8. Fred 30. September 2013 at 11:46

    Einige wichtige Anmerkungen der Ökonomen vermisse ich,
    dass Griechenland einen sehr großen Eigenanteil,
    an seiner jetzigen Situation hat,
    genau wie auch andere südliche Länder.
    Auch über Irland könnte noch mehr ausgesagt werden.
    Es wurden bei Rettungen, natürlich auch immer,
    der Beamtenapparat der Länder,
    mitgerettet und auch nicht nur das.

    Die Anmerkung, dass der Finanzmarkt auch in Rot-Grüner Regierungszeit, dereguliert wurde, hätte ich auch gut gefunden.

    Antworten
  9. Reinhard 30. September 2013 at 13:24

    Endlich hat die Wahrheit es in die Medien geschafft!!!

    Antworten
  10. Simone b. 30. September 2013 at 13:38

    Ein Freund hat mir den link gesendet und dazu angemerkt, das ich das unbedingt lesen muss. Er hatte recht! Dieses Interview sprüht vor Wahrheit und Energie! Von dem Buch der beiden habe ich noch nie was gehört aber das wird sich jetzt ändern. Genauso wenig kannte ich die spreezeitung.

    Antworten
  11. Michelson 30. September 2013 at 15:33

    „Die Mehrheit unserer Mitmenschen hat den bequemsten Weg gewählt.“
    Im Zusammenhang mit IMerkel ist „Mehrheit“ falsch!
    Über Wahlberechtigte – tatsächliche Wähler – Stimmen der „Gewinnerpartei“ – und schließlich Parteimitglieder die über Parteienprogramme abstimmen, kommt man immer zum Ergebnis das eine kleine Minderheit über eine Mehrheit „herrscht“, egal wann auch immer bisher gewählt wurde.
    Desweiteren wurde nachgewiesen das es sich beim gegenwärtigen Geldsystem um wirtschaftliche Sklaverei handelt (oppt).
    Ob nun Spread Ladder Swaps, Credit Default Swaps, Debt for Equity Swaps, OTC usw. sind in ihrer letztlichen Wirkweise allesamt einem Irrtum begründet. Wenn die beiden Herren diesen angenommenen Irrtum aufzeigen (wenn sie ihn überhaupt aktzeptieren würden) klatsche ich Beifall. Bis dahin ist das Buch und der Artikel einer von … gefühlten 1000 Beiträgen die ich bisher gelesen habe. Aber, wie man den Antworten entnehmen kann, scheinen weitere Menschen ein stück weit aufgewacht zu sein. damit ein wichtiger Artikel, Danke!

    Antworten
    • SebaN 30. September 2013 at 15:41

      Welcher Irrtum? Würde mich über eine Aufklärung freuen Michelson.

      Antworten
  12. Nater 30. September 2013 at 19:17

    Das Buch werde ich mir besorgen.Den hier dargestellten Inhalt kenne ich schon aus Bueso,Nuoviso,antikrieg.com und anderen Webseiten.Die anderen Anwender werden mir vielleicht zustimmen wenn ich sage das der Verwandten-und Bekanntenkreis gelinde gesagt ungläubig oder uninteressiert reagiert.

    Antworten
  13. Ex Banker 30. September 2013 at 20:32

    Dies ist das beste was ich seit sehr langem gelesen habe. Merci!

    Antworten
  14. Frederick Stuben 1. Oktober 2013 at 09:06

    Bitte mehr davon!

    Antworten
  15. Bernd V. aus G. 1. Oktober 2013 at 11:12

    Mein Reden, genu aus diesem Grund bin ich seit 04.04.2013 Mitglied der Alternative für Deutschland. Bei der BTW haben wir das respektable Ergebnis von 4,7% erreicht, den Einzug in den Bundestag leider nicht. Aber wir werden auf jeden Fall weiter arbeiten und für die Europawahl am 25.05.2014 werden uns bereits jetzt hervorragende Ergebnisse progostiziert.
    Wir arbeiten an dem BLAUENWUNDER…

    Antworten
  16. Hans-Hermann Meier 1. Oktober 2013 at 14:03

    Als ob jeder wüsste, was die „Aufhebung von Bretton Woods durch Nixon“ oder die „Giralgeldschöpfung der Banken“ ist. Das wird der, der es nicht ohnehin schon weiß, einfach überlesen. Aber immerhin tauchen die Stichwörter der Wahrheit schon in der Mainstreampresse auf.

    Antworten
    • Jennifer Weigel 1. Oktober 2013 at 15:33

      Vielleicht kann dies in einem 2. Interview vertieft werden.
      Die beiden Autoren tun unglaublich wertvolles für die Verbreitung der Wahrheit und Aufklärung. Respekt!

      Das Buch gehört zu meinen TOP 3 Büchern!
      Absolut lesenswert!

      Antworten
  17. nebukadnezarin 1. Oktober 2013 at 14:21

    …wer tatsächlich glaubt die ganze Finanzkrise wäre rein zufällig entstanden, weil das Geldsystem mal wieder zu seinem Ende kommt, der möge weiter schlafen.
    Dieser Raubzug an Land, Boden und realen Werten war von Anfang an geplant !
    Sie haben wie früher den Indianern Glasperlen und Spiegel, einer verblödenden Gesellschaft Papierschnitzelchen als Schuldscheine angedreht und die Masse lässt sie sich noch immer andrehen.
    Benutzt man deren Papierschnitzel nicht, ist mit dem System in 6 Wochen Schluss!

    Antworten
  18. Margarete 2. Oktober 2013 at 01:12

    Danke, Frau Ursula Pidun, es gibt sie noch, die Journalistin, die an
    Wahrheit und Aufklärung interessiert ist. Ich habe die SPREE ZEITUNG heute entdeckt und werde jetzt öfter auf Ihre Seite
    schauen.
    Bisher habe ich versucht auf Carl- Friedrich von Weizsäcker
    hinzuweisen. Z. B. Eine unheimlich genaue Analyse aus dem Jahre 1983. Mongos- Weisheiten. de
    Ihr Artikel beschreibt nun den heutigen Stand der „Dinge“.
    Der Welt, Europa, Deutschland und der Globalisierung.
    Vielleicht kann sich doch noch etwas ändern.
    Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Globalisierung ist kein Schicksal –
    eine andere Welt ist möglich.

    Antworten
  19. T. Heid 2. Oktober 2013 at 09:11

    Gutes Interview

    Antworten
  20. silvio g. 2. Oktober 2013 at 22:16

    schön das die wahrheit sich den weg bahnt.
    hut ab

    Antworten
  21. Zora 3. Oktober 2013 at 21:49

    Top!

    Antworten
  22. Lilly 4. Oktober 2013 at 09:59

    Die Spreezeitung ist mir schon des Öfteren als kritisches Medium aufgefallen.

    Ich danke herzlich für den Artikel und hoffe, die Spreezeitung berichtet auch künftig mit dieser sachlich-kritischen Haltung.

    Gruß aus Berlin

    P.S. Man sollte sich das Video auf Phoenix mit Prof. Sinn von Ende September einmal ansehen/anhören. Es erweitert auf noch andere Art das Bewusstsein hinsichtlich der Euro-Krise.

    Hier: http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/diskussionen/753606

    Antworten
  23. luismarzahn 4. Oktober 2013 at 10:35

    Interessant. Vielen Dank!

    Antworten
  24. BSC4ever 5. Oktober 2013 at 09:12

    Endlich bringt es mal jemand verständlich auf den Punkt!

    1000 dank an Herrn weik und Herrn Friedrich

    Antworten
  25. Chris 7. Oktober 2013 at 09:30

    top!!!!
    es ist nur traurig, dass wir alle wenig dagegen tun!!!!
    so gehen wir unter! dabei gibt es jetzt noch möglichkeiten. man muss den wahnsinn stoppen. schon wegen unserer kinder u. enkel!!!

    Antworten
  26. Robert Mahler 11. Oktober 2013 at 10:17

    Die Aussagen der Herren Weik und Friedrich sind absolut
    realistisch. Da unsrere Regierenden offensichtlich gar nicht
    willens sind notwendige sofortige Korrekturen durchzuführen,
    stellt sich die Frage, weshalb nicht? Es drängt sich der Verdacht
    auf, daß dies alles gewollt ist um ein Ziel zu erreichen welchem
    die Bevölkerungen unter „normalen“ Umständen nie zustimmen
    würden. Dafür wird absichtlich Leid, Elend und Gewalt provoziert.
    So wie es aussieht kann das nur noch durch die Völker selbst
    beendet werden. Die Drahtzieher werden es, ohne mit der
    Wimper zu zucken, darauf ankommen lassen, daß viele
    Menschen ihr Leben verlieren. Ich befürchte, daß es erst
    soweit kommen muß ehe die Massen erwachen, leider ist
    es dann wie so oft schon zu spät!

    Antworten
  27. HAWADI 17. Oktober 2013 at 20:03

    Für mich als Wähler der Alternative für Deutschland ist diese Berichterstattung geradezu Balsam für die Seele, wird hier doch der tatsächlich wahre Zustand der Europäischen Union in ungeschminktem Umfang geschildert.
    Ein Dankeschön an die Herren Weik und Friedrich, die somit der Bevölkerung die Möglichkeit geben, sich ein Bild ihrer Zukunft zu machen, die sie zu erwarten haben.
    Noch aber ist die Mehrheit der deutschen Bevölkerung so satt, dass man lieber Mutti Merkel u. Schäuble Glauben schenkt, weil ja auch sehr bequem.
    Das Erwachen aus dieser Lethargie, wenn in Kürze eine Hiobsbotschaft nach der anderen eintrifft, wird diese Leute mit einer Wucht treffen die vieleicht unverdaulich sein wird. Leider werden aber auch die Menschen die sich sorgten und engagierten mit betroffen sein.
    Unsere Politiker wollen die „Vereinigten Staaten von Europa“, um dieses Ziel zu erreichen ist ihnen jedes Mittel recht. Bei ca. drei Geberländer und 14 Nehmerländer ist ein vereinigtes Europa nur auf dem untersten Niveau – Lebensstandart möglich. Aus diesem Grund wird vor dem Endziel „Vereinigten Staaten von Europa“, die Transfehr-Union stehen mit Chaos und Unruhen in der Bevölkerung und irgendwann Mitten in den Unruhen werden die Vereinigten Staaten vom europäischen Parlament ausgerufen.
    Deutschland ist dann nur noch eine Provinz von Brüssel mit einem Lebensstandart von 1945. Und das alles nur, weil ein Volk schläft und den eigenen Kinder und Enkelkinder dadurch die Zukunft zerstört.

    Antworten
  28. Mandelbrott 2. Oktober 2014 at 19:29

    Es ist noch nie soviel Geld im System gewesen, wie jetzt!

    Immobilienblase, Aktien total überbewertet, Gold ist auch teuer!

    Die Frage ist- welche Blase platzt zuerst? Und wie rette ich mein Vermögen? ( Ich schreibe extra nicht Geld )

    Egal was alle machen, zuletzt holt es sich der Staat entweder über eine Währungsreform oder durch eine Inflation.

    Jetzt bin ich echt gespannt, wie und was wir zuerst verlieren!

    Ein ist sicher, der Staat hat schulden und wir haben Geld!

    Antworten

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